Energiepolitik

:

Hunderte protestieren gegen Braunkohle in der Lausitz

Laut Veranstalter nahmen rund 300 Teilnehmer an der Protestwanderung gegen die vom Braunkohletagebau Jänschwalde verursachten Schäden teil.
Laut Veranstalter nahmen rund 300 Teilnehmer an der Protestwanderung gegen die vom Braunkohletagebau Jänschwalde verursachten Schäden teil.
Patrick Pleul

Alle Jahre wieder protestieren Bürger in der Lausitz gegen die Umweltzerstörung durch Braunkohletagebaue – so auch diesen Sonntag.

Anwohner, Aktivisten und Grünen-Politiker haben in der Nähe des brandenburgischen Tagebaugebiets Jänschwalde gegen Braunkohle demonstriert. An der Protestwanderung vom Dorf Kerkwitz (Spree-Neiße) in den Nachbarort Taubendorf beteiligten sich am Sonntag nach Angaben der Veranstalter rund 300 Menschen. Der Protest sollte auch ein Zeichen gegen die drohende Abbaggerung eines Waldstücks sein.

Zudem verwiesen die Veranstalter auf Schäden durch den Bergbau in der Region, zu denen sie auch den Wasserverlust in mehreren Seen zählen. Auch das brandenburgische Umweltministerium teilte unlängst die Einschätzung, dass der Bergbau einer der Gründe für den Wasserrückgang in einigen Seen ist. Wie groß der Einfluss ist, sei aber unklar. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit bringen.

Auch bei den Sondierungsverhandlungen wurde demonstriert

Seit Jahren schon gibt es Anfang Januar in der Region den Protest gegen Braunkohle. Ursprünglich richtete sich dieser gegen die Abbaggerung von drei Dörfern mit rund 900 Einwohnern. Die Revierpläne des neuen Tagebaubetreibers Leag sehen das aber nicht mehr vor, so dass die Dörfer stehen bleiben.

Auch in Berlin gab es am Sonntag am Rande der Sondierungen von Union und SPD Demonstrationen sowohl für als auch gegen die Stromerzeugung aus Kohle.