400 Reisende müssen umsteigen
ICE bleibt nach Wildschwein-Crash in Brandenburg liegen

Wie viele Wildschweine der ICE erfasste, war zunächst unklar.
Wie viele Wildschweine der ICE erfasste, war zunächst unklar.
Julian Stratenschulte

Die Fahrgäste hätten Berlin um 20.30 Uhr erreichen sollen. Der Zusammenstoß mit mehreren Wildschweinen verzögerte die Ankunft um Stunden.

Ein ICE der Deutschen Bahn ist in Rathenow westlich von Berlin mit Wildschweinen zusammengestoßen. „Der ICE ist leider nicht mehr fahrbereit“, berichtete die Bundespolizei auf Twitter. Etwa 400 Reisende im ICE 596 (München-Stuttgart-Berlin) mussten am Dienstagabend auf freier Strecke in einen anderen Zug wechseln, der von Basel kam und an der Unfallstelle vorbeifuhr. Die Fahrgäste haben ihr Fahrtziel Berlin mit fast vier Stunden Verspätung erreicht.

Die Reisenden hätten die Hauptstadt um 20.29 Uhr erreichen sollen – der Zug aus Basel kam am Hauptbahnhof gegen Mitternacht an. Verletzte gab es bei dem Vorfall nicht, wie die Bundespolizei mitteilte.

Zahl der Wildschweine zunächst unklar

Die Strecke zwischen Rathenow und Schönhausen in Sachsen-Anhalt konnte bis Mitternacht nicht befahren werden. Danach wurde ein Gleis des gesperrten Abschnitts wieder freigegeben. „Da das Verkehrsaufkommen am Abend geringer ist, konnten wir alle Züge umleiten“, erklärte eine Bahnsprecherin. Das Gleis, auf dem der Unfallzug stand, war bis etwa 4.30 Uhr gesperrt, weil ein Kabel beschädigt wurde. Bis zum frühen Vormittag sollte der Verkehr den Angaben zufolge wieder ohne Störungen rollen.

Wie viele Wildschweine von dem ICE erfasst wurden, war am Morgen noch unklar. Die Strecke zwischen Berlin und Wolfsburg ist eine wichtige Trasse für Verbindungen etwa in Richtung Nordrhein-Westfalen und Frankfurt am Main und Stuttgart.