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Im Handwerk noch tausend Ausbildungsplätze unbesetzt

Viele kleine Betriebe suchen noch Auszubildende.
Viele kleine Betriebe suchen noch Auszubildende.
Hendrik Schmidt

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) wirbt bei märkischen Jugendlichen dafür, eine Lehre in ihrem Heimatland zu machen.

25 Jahre nach der Wiedervereinigung hat sich das Handwerk laut Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) in Brandenburg zu einer wichtigen wirtschaftlichen Stütze entwickelt. „Heute setzen 40 000 märkische Handwerksbetriebe jährlich mehr als 13 Milliarden Euro um“, erklärte er am Wochenende in Rathenow.

Um diesen Trend zu erhalten, führt das Land Meistergründungsprämien wieder ein, um Betriebsgründungen und -übergaben an Nachfolger zu unterstützen. Allein in den kommenden fünf Jahren stünden zwischen Elbe und Oder 6000 Betriebsübergaben an. Handwerksmeister, die innerhalb von drei Jahren nach Ablegen der Meisterprüfung einen Betrieb gründen oder übernehmen, können eine Basisförderung von einmalig 8700 Euro erhalten.

Mit Sorge betrachtet Gerber dagegen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. „Wochen nach Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch immer allein im Handwerk tausend Ausbildungsplätze unbesetzt“, sagte Gerber. Um den Traumberuf zu finden, müsse keiner mehr in den Westen gehen. „Wer bei einem Handwerksbetrieb lernt, der kann in Brandenburg seinen Weg machen.“