PROTEST GEGEN GLYPHOSAT

Imker kippen Honig vor Landwirtschaftsministerium aus

Imker aus Brandenburg haben ihren Honig vor dem Landwirtschaftsministerium in Berlin verkippt. Bei der klebrigen Aktion ging es um den Unkrautvernichter Glyphosat.
dpa
Imker Sebastian Seusing schüttet vor dem Landwirtschaftsministerium Glyphosat-belasteten Honig auf die Treppe.
Imker Sebastian Seusing schüttet vor dem Landwirtschaftsministerium Glyphosat-belasteten Honig auf die Treppe. Fabian Sommer
Mit der klebrigen Aktion wollten die Imker zeigen, dass sie vier Tonnen Honig vernichten müssen.
Mit der klebrigen Aktion wollten die Imker zeigen, dass sie vier Tonnen Honig vernichten müssen. Fabian Sommer
Ihren Honig brachten sie in Eimern mit nach Berlin, dazu brachten sie auch anderes Imker-Zubehör mit.
Ihren Honig brachten sie in Eimern mit nach Berlin, dazu brachten sie auch anderes Imker-Zubehör mit. Fabian Sommer
Berlin.

Zwei Brandenburger Imker haben am Mittwoch aus Protest gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung Honig vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft abgeladen und einen Teil der klebrigen Masse auf der Treppe verschüttet. Bei dem Honig handelte es sich laut „Bündnis zum Schutz der Bienen“ um zweieinhalb Tonnen mit Glyphosat belasteten Honig aus dem Betrieb des Imkerpaars in Börnicke bei Bernau (Barnim). Insgesamt müsse das Paar vier Tonnen Honig vernichten, der Schaden soll sich nach Angaben des Bündnisses auf 60.000 Euro belaufen.

Die Imker werfen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) vor, zu wenig für den Schutz von Bienen und der ökologischen Artenvielfalt zu tun.

Ministerium spricht von Einzelfällen

„Bei den bislang aus Brandenburg bekannten Höchstgehaltsüberschreitungen von Glyphosat in Honig, die über den geltenden EU-Grenzwert hinausgehen, handelt es sich um Einzelfälle, von denen unter anderem ein Biolandimkerpaar betroffen ist. Der betroffene Honig ist nachweislich nicht verkehrsfähig“, hieß es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Ob sich der Landwirt, der für die Glyphosat-Verunreinigung verantwortlich sei, nicht entsprechend der fachlichen Praxis verhalten habe, müsse von den Behörden vor Ort aufgeklärt werden.

Der Unkrautvernichter Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Mit dem Glyphosateinsatz soll am 31. Dezember 2023 Schluss sein, dann läuft die Zulassung in der EU aus.

Wie süß: Unsere Bienen sind die fleißigsten.

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