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Immer mehr und größere Schwerlasttransporte

Sperrige Angelegenheit: Ein 48 Tonnen schweres Brückenbauteil liegt auf einem Schwerlasttransporter.
Sperrige Angelegenheit: Ein 48 Tonnen schweres Brückenbauteil liegt auf einem Schwerlasttransporter.
Peter Endig

Wer nachts in Brandenburg viel mit dem Wagen unterwegs ist, kennt das: Lastwagen transportieren riesige Teile. Sie werden von Polizei und Warnschildern begleitet. Ein Grund für diesen häufigen Anblick ist die Energiewende.

Die Anzahl der Schwerlasttransporte ist in Brandenburg deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 15 229 Fahrzeuge von der Polizei begleitet, wie die Behörde mitteilte. 2010 lag die Anzahl solcher Transporte noch bei 11 504. „In erster Linie werden Elemente von Windkraftanlagen transportiert“, sagte ein Polizeisprecher. Nach Schätzungen seiner Behörde machen sie mehr als die Hälfte aller Fälle aus. Die Transporte stellen für die Beamten eine zunehmende Belastung dar, berichtete die Gewerkschaft der Polizei.

Der Transport gestalte sich zunehmend komplizierter, berichtete Lothar Wiegand, Sprecher des Infrastrukturministeriums. „Früher waren die Rotorblätter 40 bis 50 Meter lang – inzwischen sind sie oft bereits über 60 Meter. Da kommen manche Fahrzeuge nur schwer um Kurven“, schilderte er.

Neben den Windkraftanlagen werden laut Polizei vor allem Brückenteile, Holzkonstruktionen oder Straßenbahnen, die in Brandenburg gebaut worden sind, in andere Bundesländer gebracht. In die Region transportiert würden vor allem Schiffsschrauben, Boote und Jachten sowie Mobilkräne. Oft ist die Mark aber auch nur Transitland. „Wir sind eine Verkehrsscheibe. Das geht mit einem relativ hohem Lastwagenaufkommen einher“, sagte Wiegand. Aber: „Schwerlasttransporte verstopfen weder die Straßen noch machen sie sie kaputt.“