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Jäger hetzen wieder Wild durch Brandenburger Wälder

Eine Hirschkuh weniger – zum Glück? In einigen Gebieten soll zu viel Wild leben.
Eine Hirschkuh weniger – zum Glück? In einigen Gebieten soll zu viel Wild leben.
Patrick Pleul

Traditionell hat die Drückjagdsaison begonnen. Jäger beklagen erschwerte Bedingungen bei der Ausübung ihres Handwerks.

Der zunehmende Anteil von Getreidefeldern erschwert die Jagd in Brandenburg und führt nach Verbandsangaben zu hohen Wildbeständen. Laut Landesjagdverband gibt es an einigen Orten zu viele Wildschweine, Hirsche und Rehwild. „Die hochwachsende Bepflanzung bietet dem Wild Nahrung und Deckung“, sagte Verbandspräsident Wolfgang Bethe. Am Sonntag hat traditionell zum Hubertustag die herbstliche Drückjagdsaison begonnen. Dabei wird das Wild auf großen Flächen mithilfe von Treibern und Jagdhunden in Bewegung gebracht. Die Jäger postieren sich auf Hochsitzen. Bis Ende Januar werden vornehmlich Reh-, Rot- und Schwarzwild geschossen. „In einigen Waldgebieten wird auch Muffelwild (Wildschafe) gejagt“, sagte Bethe. Waldbesucher sollten auf entsprechende Hinweisschilder achten.

Im Jagdjahr 2011/12 wurden in Brandenburg laut Behörden knapp 150 670 Stück Schalenwild zur Strecke gebracht – acht Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem Wildschweine wurden laut Jagdbericht weniger geschossen – rund 60 850 Tiere. Ein Rückgang um 16 Prozent.

Kommentare (1)

Dann sollen die Jäger der Handwerkskammer beitreten. Es gibt zwar den Berufsjäger aber das hat mit den Hobbyjägern nicht das geringste zu tun. Ein Berufsjäger muss 3 Jahre lernen ein Hobbyjäger kann seinen Jagdschein in 2 Wochen oder weniger ablegen. Waldbesucher sollten aber müssen die Schilder nicht beachten. Wer dennoch spazieren geht schützt die Tiere. Jagd ist völlig überflüssig zur Bestandregulierung wie mehrere führende Biologen u.a. auch Prof. Dr. Reichholf erkannt haben. Leider leugnen die Jäger diese Tatsachen, denn es geht schlicht und einfach um ihr Hobby. Und das Titelbild zeigt deutlich was sie anrichten. Für die Tiere bedeuten diese Jagden, besonders im Winter, eine Tierquälerei. Sie fahren ihren Stoffwechsel im Winter herunter um zu überleben und durch die Hetzerei verenden dann später etliche weil ihnen die Reserven fehlen. Soviel zum Naturschutz durch Jäger.