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Keine Flüchtlinge in Barnim-Kaserne

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) erklärte, dass das Projekt auf Eis gelegt werde.
Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) erklärte, dass das Projekt auf Eis gelegt werde.
Ralf Hirschberger

Wegen rückläufiger Flüchtlingszahlen verzichtet Brandenburg auf den Ausbau der Strausberger Barnim-Kaserne zu einer weiteren Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung.

Die aktuellen Zugangszahlen von Asylbewerbern machten dies nicht mehr notwendig, erklärte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Donnerstag in Potsdam. Allerdings könne nicht vorhergesagt werden, wie sich die Flüchtlingszahlen in Zukunft entwickelten, erklärte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Daher werde das Projekt vorerst auf Eis gelegt. Eine abschließende Entscheidung sei damit noch nicht getroffen worden, hieß es.

Das Land hatte sich auf dem Höhepunkt der Asylbewerberwelle Ende vergangenen Jahres an das Verteidigungsministerium mit der Bitte gewandt, die Barnim-Kaserne als Außenstelle der Erstaufnahme nutzen zu können. Knapp 2000 Menschen sollten hier Platz finden.

In Brandenburg gibt es neben der Zentrale in Eisenhüttenstadt an fünf weiteren Standorten in Frankfurt (Oder), Potsdam, Ferch, Doberlug-Kirchhain und Wünsdorf Außenstellen.