:

Knapp 180 Flüchtlinge springen aus Sonderzug ab

Von 518 Fahrgästen kamen nur 339 in Schönefeld an.
Von 518 Fahrgästen kamen nur 339 in Schönefeld an.
Bernd Settnik

Die Asylbewerber verließen offenbar den Intercity, um nicht in Berlin und Brandenburg registriert zu werden. Möglicherweise wollen sie nach Skandinavien weiterreisen.

Knapp 180 Flüchtlinge sind nach Polizeiangaben aus einem Sonderzug von München nach Berlin gesprungen. Mehrfach hätten Flüchtlinge auf der Strecke die Notbremse des Intercitys gezogen, sagte Bundespolizei-Sprecher Jens Schobranski am Dienstag. Ganze Gruppen von Menschen hätten dann den Zug verlassen. Dies hätten mitfahrende Bahnmitarbeiter berichtet.

Von 518 angekündigten Menschen kamen laut Schobranski am Dienstag nur 339 am Bahnhof Berlin-Schönefeld am südöstlichen Stadtrand der Hauptstadt an, 179 fehlten. Die Notbremsungen seien in Sachsen und Sachsen-Anhalt erfolgt, hieß es.

Möglicherweise wollten die Menschen in Berlin nicht offiziell registriert werden. Bekannt ist, dass ein Teil der Flüchtlinge und Einwanderer eigentlich nach Schweden und in andere skandinavische Länder will und deswegen die Registrierung als Asylbewerber in Deutschland umgehen möchte.