Bis der Arzt kommt

Komasaufen bei Jugendlichen nimmt kein Ende

524 Kinder und Jugendliche wurden im Jahr 2019 in Brandenburg mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.
dpa
Alkohol ist bei Kindern und Jugendlichen nach wie vor beliebt. Manche trinken, bis der Arzt kommt.
Alkohol ist bei Kindern und Jugendlichen nach wie vor beliebt. Manche trinken, bis der Arzt kommt. Patrick Seeger
Potsdam

Die Zahl junger Menschen in Brandenburg, die wegen einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, ist nach wie vor auf hohen Niveau. 524 Kinder und Jugendliche tranken sich 2019 in Rausch, wie die Krankenkasse DAK mitteilte.

Sie bezog sich auf jüngste Angaben des Landesamtes für Statistik. Die Zahl sei im Vergleich zu 2018 leicht um knapp ein Prozent gesunken, hieß es.

„Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene“, sagte Anke Grubitz, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Brandenburg. Aus Sicht von Fachleuten sei eine Aufklärung über die Risiken des sogenannten Komasaufens weiterhin geboten.

Krankenkasse fordert Aufklärung

Schüler sollten offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Bei der Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ werden sie selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.

Die Aktion läuft mittlerweile seit zwölf Jahren. In dem bundesweiten Wettbewerb werden Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Die Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch hatte bislang mehr als 110 000 Teilnehmer. Einsendeschluss ist der 30. April.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Potsdam

zur Homepage