KLINISCHES KREBSREGISTER KOMMT WOHL ERST 2017

Krebskranke müssen länger auf bessere Versorgung warten

Mit der neuen Datensammlung sollen Therapieverläufe und -erfolge zentral ausgewertet werden.
Mit dem Register soll die Bekämpfung der Krankheit besser werden.
Mit dem Register soll die Bekämpfung der Krankheit besser werden. Jan-Peter Kasper
Berlin ·

Der Aufbau eines klinischen Krebsregisters (KKR) in Berlin und Brandenburg geht nur langsam voran. Voraussichtlich werde es erst Ende 2017 so weit sein, antwortete die Gesundheitssenatsverwaltung jetzt auf eine Kleine Anfrage des Berliner Abgeordneten Christopher Lauer (Piraten). „Der Gesetzgeber hat die Frist bewusst so gewählt, da es sich bei der Einrichtung von KKR um ein hoch komplexes Vorhaben handelt.“

Derzeit laufen demnach Gespräche zwischen Berlin und Brandenburg, auch die klinischen Daten in einem gemeinsamen Register zu sammeln. Zuvor müssen jedoch noch Krankenkassen, Gesundheitsämter, Melderegister und viele andere Stellen einbezogen werden.

Zurzeit gibt es in Berlin, Brandenburg und den anderen ostdeutschen Bundesländern bereits das Gemeinsame – epidemiologische – Krebsregister (GKR), das bevölkerungsbezogene Daten sammelt. Es gibt Aufschluss darüber, wo welcher Krebs wie oft vorkommt. Künftig soll es in Deutschland aber auch flächendeckend klinische Register geben, die detailliert über Therapieverläufe und -erfolge Auskunft geben. So soll die Versorgung für Krebskranke deutlich verbessert werden.

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