„Ami go home“

Linke protestiert gegen US-Truppenbewegungen

Rund 60 Teilnehmer kamen zur Demo vor einer Kaserne in Brandenburg. Der Protest richtet sich gegen US-Truppentransporte durch das Bundesland.
dpa
Ein Transparent mit dem Satz «Ami go home» hält eine Frau während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg.
Ein Transparent mit dem Satz „Ami go home” hält eine Frau während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg. Ralf Hirschberger
Ein Fahne mit einer Friedenstaube hängt während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg an einem Kran. 
Ein Fahne mit einer Friedenstaube hängt während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg an einem Kran. Ralf Hirschberger
Ein Fahne in den Regenbogenfarben und mit dem Wort Frieden wird von einem Demonstranten während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg gehalten.
Ein Fahne in den Regenbogenfarben und mit dem Wort Frieden wird von einem Demonstranten während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg gehalten. Ralf Hirschberger
Ein Plakat mit der Aufschrift «Die souveränen Menschen entscheiden: Nein zu einem 3. Weltkrieg» wird von einer Demonstrantin während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg gehalten.
Ein Plakat mit der Aufschrift „Die souveränen Menschen entscheiden: Nein zu einem 3. Weltkrieg” wird von einer Demonstrantin während einer Protestkundgebung der Brandenburger Linken gegen eine US-Truppenverlegung durch Brandenburg gehalten. Ralf Hirschberger
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Brück.

Gegen Truppentransporte der US-Armee hat am Montag wie angekündigt die Brandenburger Linke demonstriert. An der Kundgebung vor der Fläming-Kaserne in Brück (Potsdam-Mittelmark) mit über 60 Teilnehmern beteiligten sich auch der Linke-Bundestagsabgeordnete Tobias Pflüger und Linke-Chefin Diana Golze „Wechselseitige militärische Machtdemonstrationen führen nicht zu Entspannung“, sondern drehten die „Eskalationsspirale“ immer weiter, sagte Golze am Montagabend auf der Veranstaltung.

Mit der Demo reagierte die Landespartei auf die Ankündigung von Bundeswehr und US-Vertretern, dass im Mai und Juni dieses Jahres wieder US-Truppen im Zuge der Operation „Atlantic Resolve“ Brandenburg durchqueren. Mit der Aktion werden seit 2014 Einheiten der US-Armee in Nato-Länder in Ost- und Mitteleuropa verlegt, darunter rund 4000 Soldaten, Panzer, Lastwagen und andere Gefechtsfahrzeuge.

Zeichen "für politische Vernunft und Diplmoatie"

Mit dem Protest wolle man ein „deutliches Zeichen für politische Vernunft und Diplomatie setzen“, sagte Golze. „Wenn wir für einen diplomatischen Annäherungskurs mit Russland werben, dann verbinden wir das gleichzeitig mit unserer Unterstützung für die dortige Demokratiebewegung und alle Verfolgten.“

Auf der Demo vor der Kaserne hielten Teilnehmer Plakate mit Aufschriften wie „NEIN zu US-Militärtransporten durch Brandenburg!“, „abrüsten statt aufrüsten“ oder „Ami go home“ hoch und sangen Friedenslieder. Rote und blaue Fahnen mit der Friedenstaube darauf wurden nach oben gehalten. Immer wieder hupten vorbeifahrende Autos. Ein Fahrer hielt seinen Daumen nach oben aus dem Fenster. Umliegende Anwohner kamen aus den Häusern und setzten sich mit Klappstühlen an den Rand der Demo auf dem Feld vor dem Kasernengelände. Die Versammlung blieb freidlich. Rund ein Dutzend Polizisten sicherten die Aktion.

Auch die Brandenburger Grünen forderten ein besonnenes Vorgehen der NATO und ein Festhalten an der „NATO-Russland-Grundakte“, so Grünen-Landeschef Clemens Rostock. Zu der Gesamtbewertung gehöre auch ein Rückblick in die Geschichte Polens, die zeige, welche Ängste das aggressive Verhalten Russlands in der Ukraine ausgelöst hat, sagte Rostock.