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Medizinische Versorgung für Flüchtlinge wird besser

Es geht vor allem darum, übertragbare Krankheiten bei Asylbewerbern frühzeitig zu erkennen.

Bald kann in der Erstaufnahmestelle auch geröntgt werden.
Andrea Warnecke Bald kann in der Erstaufnahmestelle auch geröntgt werden.

Die Erstuntersuchung von Asylsuchenden in Brandenburg übernimmt ab 1. Juli das Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt. Damit werde sichergestellt, dass alle über die in der Stadt befindliche Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung einreisenden Asylsuchenden frühzeitig untersucht werden, um übertragbare Krankheiten auszuschließen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam mit. Seit Jahren war der Landkreis Oder-Spree dafür zuständig, zuletzt aber wegen des großen Flüchtlingsstroms überfordert.

Das Land hatte deshalb bereits Mitte 2014 festgelegt, die Zuständigkeit vom 1. Juli 2015 an dem kommunalen Krankenhaus zu übergeben. Die Untersuchung erfolgt allerdings auf dem Gelände der Erstaufnahmestelle. Voraussichtlich Ende des Jahres soll dort eine Röntgeneinrichtung in Betrieb genommen werden.

Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) sagte, es sei ein Gebot der Menschlichkeit, die Männer, Frauen und Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten gesundheitlich gut zu versorgen. Brandenburg erwartet in diesem Jahr nach aktuellen Prognosen bis zu 14 000 Flüchtlinge. Anfang des Jahres war noch lediglich von knapp 9200 ausgegangen worden.