WOIDKE ERSTMALS ALS MINISTERPRÄSIDENT IN SCHÖNEFELD

Mehdorn: BER soll ab 1. Juli mit Probebetrieb starten

Dem BER-Ausschuss gehört Dietmar Woidke nicht an. Doch um das Thema Flughafen kommt auch der neue Ministerpräsident nicht herum.
Benjamin Lassiwe Benjamin Lassiwe
Ministerpräsident Dietmar Woidke (links) hat sich im Gespräch mit Hartmut Mehdorn informieren lassen.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (links) hat sich im Gespräch mit Hartmut Mehdorn informieren lassen. Ralf Hirschberger
Schönefeld.

Als SPD-Fraktionschef und Innenminister war er schon häufiger vor Ort. Als Brandenburgs Ministerpräsident allerdings feierte Dietmar Woidke nun erst BER-Premiere. Zum ersten Mal traf sich Matthias Platzecks Nachfolger in Schönefeld mit Hartmut Mehdorn und seinem Sprint-Team.

Mehdorn, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), hatte ein gelungenes Gastgeschenk: Zum 1. Juli soll der Testbetrieb im Nordpier des Großflughafens eröffnet werden. Dann werden zum ersten Mal Passagiere wenigstens einen Teil des Terminals von innen sehen: Einige Chartermaschinen am Tag sollen von dort nach Mallorca oder Ibiza fliegen, um die technischen Systeme des Terminals zu testen. „Es ist aber noch nicht endgültig beschlossen“, sagte Mehdorn. Vor der Betriebsaufnahme müsse noch der Aufsichtsrat zustimmen. „Was wir probieren können, um Fehler auszumerzen, wollen wir probieren“, sagte Mehdorn. Derzeit arbeiteten schon wieder 400 Mitarbeiter auf der Baustelle.

Woidke vom Gebäude beeindruckt

Woidke indes zeigte sich vom neuen Flughafengebäude beeindruckt. „Ich bin heute durch ein Objekt gegangen, das riesengroße Ausmaße hat“, sagte der Ministerpräsident. „Wir sind uns einig, dass wir alles dafür tun wollen, gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern, um möglichst schnell die Eröffnung des Flughafens zu erreichen“, sagte Woidke. „Wir sind optimistisch, auf einem guten Weg zu sein.“ Er hoffe, dass die letzten ausstehenden Arbeiten zeitnah durchgeführt werden können. Und den Landtagsauftrag zur Verbesserung des Schallschutzes wolle er als Ministerpräsident natürlich gut erfüllen. Doch der neben ihm stehende Hartmut Mehdorn verwies sofort darauf, dass schon die heutige Nachtflugregelung ein Kompromiss sei.

Im Brandenburger Landtag indes gibt es Unzufriedenheit darüber aus, wie sich der Ministerpräsident um den Großflughafen kümmert. Nun luden die Vertreter der Opposition, der CDU-Abgeordnete Rainer Genilke, FDP-Landeschef Gregor Beyer und der Grünen-Abgeordnete Christoph Schulze, Woidke vor den am Montag tagenden Ausschuss vor.

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