Seuche nachgewiesen

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Mehr als 1000 Schweine in Stall getötet

Mehr als 1000 Tiere wurden vorsorglich getötet. (Symbolbild)
Mehr als 1000 Tiere wurden vorsorglich getötet. (Symbolbild)
Maurizio Gambarini

Weil in ihrem Stall die Infektionskrankheit Brucellose ausgebrochen ist, mussten in Südbrandenbrug mehr als tausend Schweine getötet werden. Die Krankheit wird zwar nur sehr selten auf Menschen übertragen - doch erst im vorigen Jahr gab es in Brandenburg einen entsprechenden Fall.

Der gesamte Schweinebestand eines Landwirtschaftsbetriebs in Südbrandenburg mit mehr als 1000 Tieren ist wegen eines Seuchenfalls getötet worden. In der Anlage wurde die Infektionskrankheit Brucellose nachgewiesen, wie der Landkreis Oberspreewald-Lausitz am Donnerstag mitteilte.

Die Ställe seien gereinigt und desinfiziert worden. Untersuchungen, wann dort wieder Schweine gehalten werden können, seien derzeit noch nicht abgeschlossen.

Sehr selten auf Menschen übertragbar

Der Betrieb liegt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die durch Bakterien verursachte Tierseuche Brucellose wird sehr selten auf Menschen übertragen, ist in der EU aber bekämpfungspflichtig.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gab es, was Menschen betrifft, in Brandenburg im Jahr 2016 einen Brucellose-Fall im Landkreis Elbe-Elster. Davor war 2011 ein Fall im Landkreis Barnim registriert worden. Seit 2001 steckten sich sechs Menschen in Brandenburg mit der Seuche an. Bundesweit gab es im Jahr 2016 insgesamt 36 Brucellose-Fälle, wie es weiter hieß. Das Bundesland mit dem größten Anteil (9) war Nordrhein-Westfalen.