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Mehr Frauen gehen zur Brustkrebs-Früherkennung

Das Mammographie-Screening in Deutschland trägt weiter dazu bei, dass mehr Frauen mit Brustkrebs ihre Brust behalten können.
Das Mammographie-Screening in Deutschland trägt weiter dazu bei, dass mehr Frauen mit Brustkrebs ihre Brust behalten können.
Jan-Peter Kasper

Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, ist das zwar keine Überlebensgarantie. Aber die Heilungschancen steigen und es sind schonendere Behandlungen möglich. Immer mehr Brandenburgerinnen nutzen solche Angebote.

Fast 60 Prozent der gesetzlich versicherten Brandenburgerinnen zwischen 50 und 69 Jahren nehmen bisher die Einladung zur Brustkrebs-Früherkennung an. Das geht aus den jüngsten Daten der Kooperationsgemeinschaft Mammographie zum Weltkrebstag (4. Februar) hervor. Mit 59 Prozent Teilnehmerinnen liegt Brandenburg über dem Bundesschnitt von rund 56 Prozent. Die jüngsten Daten stammen aus dem Jahr 2011. Im Jahr 2010 entschlossen sich 57,4 Prozent der Brandenburger Frauen zur freiwilligen Teilnahme an der Röntgenuntersuchung der Brust.

Bisher trägt das Mammographie-Screening dazu bei, dass mehr Frauen mit Brustkrebs ihre Brust behalten können und bessere Heilungschancen haben. Denn beim Screening werden nach dem Bericht der Kooperationsgemeinschaft mehr Tumore im Frühstadium entdeckt als vor dem bundesweiten Start der Reihenuntersuchung im Jahr 2009. Damit sind oft schonendere Behandlungsmethoden möglich. Eine Überlebensgarantie für die einzelne Frau ist das Screening aber nicht.

Krebsart mit der höchsten Todesrate

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben nach der Statistik das höchste Risiko für Brustkrebs und werden deshalb alle zwei Jahre zum systematischen Röntgen der Brust eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig. Insgesamt wurden 2011 rund 2,7 Millionen Frauen gescreent, bei rund 17 000 fand sich Brustkrebs. Es ist die Krebsart mit der höchsten Todesrate bei Frauen. Jedes Jahr sterben rund 17 500 daran, rund 70 000 erkranken jedes Jahr neu.