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Mehr Rechte für Geimpfte – Brandenburg plant 2G-Regel

Gastronomen die sich für ein 2G-Modell entscheiden, sollen freiwillig nur mit Geimpften öffnen dürfen. Dafür dürfen sie dann mehr Gäste in ihr Restaurant lassen. Damit sind nicht alle einverstanden in Brandenburg
Die in Hamburg eingeführte 2G-Regel besagt, dass nur noch Geimpfte und Genesene die jeweiligen Betriebe betreten dür
Die in Hamburg eingeführte 2G-Regel besagt, dass nur noch Geimpfte und Genesene die jeweiligen Betriebe betreten dürfen. Wird dieses Modell bald auch in Brandenburg greifen? Axel Heimken
Potsdam ·

In Brandenburg soll – ähnlich wie in Hamburg – demnächst eine 2G-Regelung für Gastronomie, Theater oder Kinos eingeführt werden. Das kündigten Vertreter der Koalitionsfraktionen am Dienstag im Potsdamer Landtag an. Betreiber sollen dann die Wahl haben, ob sie ihre Angebote unter den bisherigen Konditionen für Getestete, Geimpfte und Genesene (3G) anbieten, oder ob sie ihre Gaststätten und Säle nur für Geimpfte und Genesene (2G) öffnen.

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Einfache Lösung für Kinde angestrebt

„Wir wollen, dass die Betreiber mehr Handlungsmöglichkeiten haben“, sagte CDU-Fraktionschef Jan Redmann. Deswegen solle für private Veranstalter die 2-G-Regel gelten. „Wir begrüßen, dass es 2G-Optionsmodelle gibt“, sagte auch SPD-Fraktionschef Erik Stohn. „Wichtig ist mir, dass es einfache Lösungen für Kinder unter 12 gibt.“ Dabei müssten etwa die Impfungen vom Kindern in den Schulen berücksichtigt werden. Zudem könnten Kinder aber auch getestet werden, sagte Stohn auf Nachfrage. Insgesamt sei das 2G-Modell aber ein „guter Weg, um mit der Pandemie umzugehen und Lockdowns zu vermeiden“, sagte Stohn. „Es bietet höhere Wirtschaftlichkeit und gleichzeitig höhere Sicherheit.“ Auch Grünen-Fraktionschefin Petra Budke sagte, ein 2G-Modell könne sinnvoll etwa für die Kultur- und Veranstaltungsbranche sein. Viele Beschränkungen für die Verbraucher würden dann wegfallen. Der Fraktionsvorsitzende von BVB/Freie Wähler, Peter Vida, kritisierte dagegen auf Anfrage dieser Zeitung die Pläne. Es sollte aus seiner Sicht derzeit keine zusätzlichen Beschränkungen für Getestete geben.

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Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Olaf Schöpe, kritisierte unterdessen die neuen Planungen. „Wenn das so geplant wird, ist das eine sehr zweifelhafte Entscheidung“, sagte Schöpe gegenüber dieser Zeitung. „Ich bin nicht der Meinung, dass wir die verfehlte Politik der Regierung auf dem Rücken der Unternehmer ausbaden sollten.“ Als Beispiel nannte er eine Hochzeitsfeier: Unter 2G-Bedingungen müssten ungeimpfte Gäste dann draußen bleiben. „Ich bin strikt dagegen, dass wir uns weiter auseinanderdividieren lassen“, sagte Schöpe. „Warum soll der gesunde Mensch, der getestet ist, nicht auch mein Gast sein?“.

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Kommentare (4)

„Warum soll der gesunde Mensch, der getestet ist, nicht auch mein Gast sein?“

Ein, wenn auch sinnlos, Getesteter wäre tausendmal sicherer als die Bude mit gespritzten Virenschleudern voll zu haben.

Man denkt, man könne die Leute durch die Hintertür zur Spritze treiben.
Der Wirt muss nun abwägen ob die Bude leer mit Gespritzten oder die Bude leer wegen Beschränkungen.

Aber ich kann selbst kochen und habe viele Filme.... Da sche**e ich auf 2G!

Frische Luft und Glotze aus ist die beste Impfung heutzutage.

bei der frischen Luft gehe ich mit.
Bei der Glotze nur, wenn man seinen eigenen Fundus nutzen kann und nicht nicht auf das staatsideologische Bezahlfernsehen angewiesen ist.

in den Fingern bei dem Bild.
Kann da mal jemand die Rechtschreibung auf dem Restaurantzettel korrigieren?:-D

Wenn die Politiker kein Gehör finden bei den Impfunwilligen, müssen die Händler und Gastronomen als Handlanger dienen. Geködert werden sie mit vermeintlich höherem Umsatz nach den Hungersmonaten, weil die Beschränkungen bei 2G wegfallen.

Wozu haben wir eigentlich ein Antidiskriminierungsgesetz?

" warum soll der gesunde Mensch, der getestet ist, nicht auch mein Gast sein?"
Weil er von machtgeilen Regierungen gezwungen werden soll, sich eine zweifelhaft wirksame und nachwirkende Spritze geben zu lassen. Impfpflicht durch die Hintertür? Nein, durch die Vordertür!
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen!" (Ulbricht 15. Juni 1961)
"Wir wollen keine Impfpflicht einführen!" - Deutsche Politiker von heute.
Die Lüge regiert.