URSULA NONNEMACHER

Ministerin kündigt erneuten Lockdown für Brandenburg an

Die Corona-Inzidenzen in Brandenburg steigen deutlich. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sieht keinen anderen Ausweg als härtere Corona-Maßnahmen.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher will einen erneut härtere Corona-Maßnahmen für Brandenbu
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher will einen erneut härtere Corona-Maßnahmen für Brandenburg. Soeren Stache
Potsdam ·

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sieht angesichts der deutlich steigenden Inzidenzzahlen im Land keinen Spielraum mehr für weitere Lockerungen. Das Kabinett werde im Gegenteil in dieser Woche darüber beraten müssen, ob und in welchem Umfang die seit dem 8. März in Brandenburg geltenden Lockerungen, etwa die Öffnung von Baumärkten und Floristikbetrieben, das Terminshopping und die Möglichkeit für körpernahe Dienstleistungen wieder zurückgenommen werden müssen. Das sagte Nonnemacher am Montag auf einer Pressekonferenz in Potsdam.

Mehr lesen: Impf-Debakel tut Ministerin Nonnemacher "aufrichtig leid"

Im Land Brandenburg lag die Inzidenzzahl am Montag bereits bei 80,2. Spitzenreiter war der Elbe-Elster-Kreis mit einem Wert von 176,8, gefolgt vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 164,6. Auch in den Landkreisen Oberhavel und Teltow-Fläming hatte die Sieben-Tages-Inzidenz die 100er Marke überschritten, in Cottbus lag sie mit 98 knapp darunter. Die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) und die Uckermark lagen als einzige Regionen im Land noch unter der 50er-Marke. „Ich sehe das mit großer Sorge”, sagte Nonnemacher.

Landräte werden womöglich für härtere Maßnahmen angewiesen

Die Landesregierung hatte vereinbart, zusammenzukommen, wenn das Land als Ganzes die in der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin vereinbarte 100er Marke erreicht. Laut Landesverordnung sollten die Landkreise aber Maßnahmen ergreifen, wenn in einem Landkreis diese Marke erreicht wird – verpflichtend sind Maßnahmen nötig, wenn die 200er Grenze erreicht wird: Dann gilt in einem Landkreis wieder der komplette Lockdown wie im Februar, inklusive der 15-Kilometer-Regel. Die Landräte von Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, Christian Jaschinski (CDU) und Siegurd Heinze (parteilos) haben aber bislang keine Maßnahmen ergriffen. Nonnemacher schloss am Montag nicht aus, dass die Landräte aus Potsdam nunmehr angewiesen würden.

Besorgt zeigte sich die Ministerin angesichts der angekündigten Lieferengpässe des Impfstoffherstellers AstraZeneca. „Wir können alle bislang vereinbarten Impftermine einhalten“, sagte Nonnemacher. Dennoch sei nun zum Beispiel offen, ab wann die Hausarztpraxen komplett mit dem Impfen beginnen können.

Lesen Sie auch: Nonnemacher schießt in Wutrede gegen „Corona-Leugnerei” der AfD

Wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Holger Rostek, mitteilte, würden in dieser Woche insgesamt 39 weitere Vertragsarztpraxen mit dem Impfen im Rahmen des Brandenburger Modellprojekts beginnen. In der kommenden Woche seien dann alle 50 Praxen am Start. „Die Liste der Praxen werden wir aber nicht veröffentlichen, da die Praxen nur ihre eigenen Patienten impfen sollen“, sagte Rostek. Man habe zudem den Antrag gestellt, das Projekt um weitere 100 Praxen zu erweitern – ob dies möglich sei, hänge aber vom zur Verfügung stehenden Impfstoff ab.

43.000 Impf-Termine für kommende Woche

Insgesamt sind in der kommenden Woche bereits 43.000 Termine in Impfzentren fest vereinbart. Alle Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen, die sich impfen lassen wollten, hätten mittlerweile die Erstimpfung erhalten. Derzeit seien die mobilen Impfteams mit Zweitimpfungen sowie Erstimpfungen in Senioren-WGs und Intensivpflegeeinrichtungen beschäftigt, sagte Hubertus Diemer vom DRK.

In dieser Woche werde zudem mit den Impfungen in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen begonnen. Kritik der Liga der freien Wohlfahrtsverbände, wonach dort Termine abgesagt worden seien, wies er zurück. Dabei habe es sich um eine „Fehlinformation“ gehandelt, sagte Diemer.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Potsdam

zur Homepage

Kommentare (1)

kann sich ihre sämtlichen Anweisungen in den.......... schieben oder falls das wegen der Größe nicht passen sollte, hinter den Spiegel.
Sie agiert nach der Methode "je eier, desto tanz". Ihr Dilettantenstadel kriegt weder Impfstofflieferungen und -verteilungen noch Terminvergaben gebacken, aber sie will uns schon wieder mit neuen Restriktionen unsere wertvolle Lebenszeit rauben.
Mir fährt sie kreuzweise den Buckel herunter...