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Mordprozess zu Uckermärker Fall aus DDR-Zeit

Die Tatverdächtige muss sich ab Ende April vor dem Landgericht Neuruppin verantworten.
Die Tatverdächtige muss sich ab Ende April vor dem Landgericht Neuruppin verantworten.
Bernd Settnik

Eine heute 74-Jährige soll Ende 1974 ihren damals acht Jahre alten Sohn ermordet haben. Die Verhandlung vor dem Landgericht Neuruppin soll am 27. April beginnen.

Einen mehr als 40 Jahre alten Mordfall rollt das Landgericht Neuruppin auf. Eine heute 74 Jahre alte Frau aus dem niedersächsischen Göttingen soll in einer Novembernacht im Jahr 1974 in Schwedt in der Uckermark ihren schlafenden achtjährigen Sohn getötet haben. Dazu benutzte sie laut Anklage Kohlenmonoxidgas. Das Verfahren geht auf eine anonyme Strafanzeige aus dem Jahr 2009 zurück, wie eine Sprecherin des Landgerichts am Freitag erklärte.

Der Mordprozess gegen die Frau soll am 27. April beginnen. Weitere drei Verhandlungstage sind vorgesehen. Obwohl sich die angeklagte Tat zur DDR-Zeit ereignete, sei hier davon auszugehen, dass hier die Verjährungsregelungen des bundesdeutschen Rechtes gelten, sagte die Gerichtssprecherin. Demnach verjährt Mord nicht.