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Mutmaßlicher Kindsmörder legt Revision ein

Der 27-Jährige war vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen Mordes verurteilt worden.
Der 27-Jährige war vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen Mordes verurteilt worden.
Patrick Pleul

Der 27 Jahre alte Mann soll die knapp zweijährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin Ende 2013 so misshandelt haben, dass sie Tage später an ihren schweren Verletzungen starb.

Ein wegen Mordes an einem kleinen Mädchen aus Strausberg (Märkisch-Oderland) verurteilter Mann geht gegen seine lebenslange Haftstrafe vor. Sein Verteidiger legte Revision ein, wie das Landgericht Frankfurt (Oder) am Mittwoch mitteilte. Die 3. Strafkammer hatte den angeklagten 27-Jährigen Anfang Februar schuldig gesprochen und eine besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine vorzeitige Haftentlassung erschwert.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann das knapp zweijährige Kind seiner damaligen Lebensgefährtin Ende 2013 eine ganze Nacht lang misshandelte und quälte. Die kleine Lilly starb Tage später an ihren schweren Verletzungen.

Es war bereits das zweite Verfahren zu dem Fall. 2014 hatte das Landgericht gegen den Mann eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Totschlags verhängt. Der leibliche Vater des Opfers ging als Nebenkläger in Revision, der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verwies den Fall schließlich zurück an das Landgericht.