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Nach Ballon-Unglück vorerst nur Spuren gesichert

Beim harten Aufprall des Ballonkorbes wurden einige der Insassen schwer verletzt.
Beim harten Aufprall des Ballonkorbes wurden einige der Insassen schwer verletzt.
Nestor Bachmann

Bei der missglückten Landung eines Heißluftballons wurden neun Menschen verletzt. Noch ist die Ursache nicht aufgeklärt.

Nach dem Heißluftballon-Unfall nordwestlich von Berlin erhofft sich die Polizei Hinweise durch die Spurenauswertung. „Die Sicherung aller Spuren ist abgeschlossen“, sagte ein Polizeisprecher in Potsdam. Die Ermittler wollen klären, wie es zu der missglückten Landung mit neun Verletzten kam. Die Spurenauswertung hat begonnen, wie der Sprecher am Sonntag bestätigte.

Der Ballon war am Freitag aus schätzungsweise zehn Metern Höhe abgesackt und soll danach auf einer Wiese in Kremmen (Oberhavel) mehrfach hart aufgeschlagen sein. Der Ballonführer und acht Passagiere wurden teils schwer verletzt. Anders als zunächst gemutmaßt sei der 44 Jahre alte Lenker des Ballons bei dem Landeversuch nicht aus dem Korb gestürzt, sagte ein Polizeisprecher. „Es ist niemand rausgefallen.“ Die Passagiere stammten demnach aus Berlin und Brandenburg.

Nach ersten Erkenntnissen gab es beim Landen Probleme mit der Thermik. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Noch sei vieles unklar, sagte der Sprecher. Mit der Spurenauswertung erhoffen sich die Ermittler Aufschluss darüber, ob der Ballonführer oder die Betreiberfirma für den Unfall verantwortlich sein könnten – oder ob es an der Wetterlage gelegen haben könnte. In die Untersuchungen ist auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eingebunden.