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Neuer Lehrplan kommt später

In der Diskussion sind sowohl Fächer als auch Unterrichtsinhalte.
In der Diskussion sind sowohl Fächer als auch Unterrichtsinhalte.
Holger Hollemann

Bildungspolitiker wollen den Akteuren Gelegenheit zur Diskussion über geplante Reform geben.

Der umstrittene Lehrplan für Schulen in Berlin und Brandenburg wird ein Jahr später eingeführt als bisher geplant. Bei sieben Themenfeldern müsse nach den Anhörungen intensiver nachgearbeitet werden, erklärten Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (beide SPD) am Donnerstag. Deshalb solle der Rahmenlehrplan für die Klassen 1 bis 10 doch erst zum Schuljahr 2017/18 umgesetzt werden. Er soll für Grundschulen, Sekundarschulen, Gymnasien und bestimmte Förderschulen in beiden Ländern gleichermaßen gelten.

Lehrer, Eltern, Schüler und Verbände hatten zuvor teilweise intensiv Kritik geübt. Dabei ging es unter anderem darum, dass mehrere Fächer in den Klassen fünf und sechs zu einem zusammengefasst werden sollten. Der Entwurf stellt nach Ansicht von Lehrern zudem das bisherige Notensystem infrage.

Für Brandenburg wäre das Fach Naturwissenschaften neu

Neue Gespräche soll es jetzt zum Geschichts- und Geografieunterricht sowie zum neuen Fach Gesellschaftswissenschaften und dem zumindest für Brandenburg ebenfalls neuen Fach Naturwissenschaften geben. Noch einmal diskutiert würden auch die Sexualerziehung und der Lehrplan für lernbehinderte Schüler. Änderungen könnte es zudem bei der Notengebung und Leistungsbewertung für Schüler geben.

Baaske empfahl für einige Bereiche Übergangsregelungen, die den Schulen die Umstellung auf die Neuerungen erleichtern sollen. Vorher müsse es auch Fortbildungen für Lehrer geben, ergänzte Bildungssenatorin Scheeres.