ANERKENNUNG VON ABSCHLÜSSEN

Neuregelung für junge Ärzte aus Polen in Brandenburg

Brandenburg braucht nicht nur angesichts der Corona-Krise Ärztenachwuchs. Doch das Studium junger Ärzte aus Polen wurde nicht mehr anerkannt. Das soll sich ändern.
Brandenburg braucht junge Ärzte.
Brandenburg braucht junge Ärzte. Patrick Seeger
Potsdam.

Brandenburgs Gesundheitsministerium hat nun eine Neuregelung für die in Polen ausgebildeten, jungen Ärzte vorgelegt, deren Studium aufgrund einer Änderung der EU-Berufsanerkennungsverordnung von der Approbationsbehörde des Landes nicht mehr anerkannt wurde. Absolventinnen und Absolventen der polnischen Medizinerausbildung werde nun eine weitgehend uneingeschränkte, auf 12 oder 13 Monate befristete Berufserlaubnis erteilt. Innerhalb dieses Zeitraumes müssten sie in eine Prüfung ihrer Kenntnisse nachweisen. Daraufhin werde die Approbation erteilt. Bis zu sechs Monate davon würden zudem auf eine Weiterbildung zum Facharzt angerechnet.

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Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, habe sich Brandenburg bei der Neuregelung mit Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg abgestimmt. Der Erlass soll ab dem 1. April gelten. „Brandenburg braucht – gerade in diesen Zeiten – junge Ärztinnen und Ärzte und ich bin froh über jede Ärztin und jeden Arzt, der bei uns im Land neu anfängt“, sagte dazu gestern Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Vor allem die uckermärkische Landtagsabgeordnete Carla Kniestedt (Grüne) hatte sich in der Vergangenheit für eine Approbation der polnischen Mediziner eingesetzt. Zuletzt hatte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einem Schreiben an die Landesministerien dafür plädiert, die Approbation durchzuführen.

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