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Noch immer viele Unglücke mit Wild

Vor allem auf Straßen durch Wälder sind Rehe, Hirsche und Wildschweine ein Problem für die Verkehrssicherheit.

Wildtiere sind etwa an jedem fünften Verkehrsunfall in Brandenburg beteiligt.
Susann Prautsch Wildtiere sind etwa an jedem fünften Verkehrsunfall in Brandenburg beteiligt.

Zusammenstöße mit Wildtieren sind in Brandenburg die häufigste Ursache bei Verkehrsunfällen. Etwa jede fünfte Karambolage auf den märkischen Straßen war im vergangenen Jahr ein sogenannter Wildunfall, wie das Innenministerium auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion mitteilte. Insgesamt registrierte die Polizei im Vorjahr knapp 81 000 Unfälle. 75 Menschen verloren dabei ihr Leben, 1400 verletzten sich. Bei knapp 16 000 Crashs waren Wildtiere beteiligt. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands wurden dabei rund 4730 Wildschweine, Rehe und Hirsche getötet.

Zweithäufigste Ursache war 2015 mit mehr als 8500 Verkehrsunfällen ein zu geringer Abstand. An dritter Stelle im Unfallranking folgte mit knapp 5200 Fällen Missachtung der Vorfahrt. 3356 Unfälle ereigneten sich durch Raserei, 2200 beim Überholen. Mehr als 1500 Mal endete eine Autofahrt an einem Baum. Bei mehr als 1150 Karambolagen hatte einer der Beteiligten keine Fahrerlaubnis, bei rund 1000 Unfällen war Alkohol im Spiel.