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Notfallübung mit hunderten Verletzten

Ärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute hatten alle Hände voll zu tun.
Ärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute hatten alle Hände voll zu tun.
Patrick Pleul

Bei dem Szenario mit Feuerwehr, Rettungskräften und Katastrophenschutz lief allerdings noch nicht alles nach Wunsch.

Katastrophenschützer, Feuerwehr, Rettungsdienste und die Polizei haben auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens BER die bislang größte Notfallübung in Brandenburg durchgeführt. Als Szenario war auf dem Vorfeld der Zusammenstoß eines voll besetzten Airbus' A380 mit einem Passagierbus aufgebaut. Danach hatten rund 1400 Rettungskräfte 500 Menschen zu versorgen, die Hälfte von ihnen spielten Verletzte. 300 Feuerwehrleute, 200 Rettungsdienstkräfte und 500 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes waren mit rund 400 Fahrzeugen im Einsatz.

Mit der Großübung bereiteten sich die Behörden des Landkreises Dahme-Spreewald und die Polizei von Bund und Land auf einen möglichen schweren Unfall auf dem künftigen Hauptstadtflughafen vor. Geprobt wurde die Zusammenarbeit der Rettungsdienste aus vier Landkreisen sowie der Feuerwehren von Berlin und Brandenburg. Für die Abwicklung von Anfragen wurden Polizeidienststellen in fünf ostdeutschen Bundesländern zusammengeschaltet, um rund 1500 simulierte Anrufe von Angehörigen der von dem Unfall betroffenen Menschen zu beantworten.

Beobachter der Feuerwehr kritisierten allerdings am Rande des Einsatzes, dass es eineinhalb Stunden dauerte, bis die ersten Verletzten in die Krankenhäuser abtransportiert wurden. Nach den Regeln der Notfallmedizin sollten Schwerverletzte nach einem solchen Unfall möglichst innerhalb einer Stunde in einem Krankenhaus sein.