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Nur noch Schutt und Asche

Unbekannte dringen auf ein Jachtgelände ein und legen Feuer. Über das Motiv der Tat herrscht danach Unklarheit.

Nur noch der weiße Stahlrumpf blieb von der 12-Meter-Jacht in der Marina Zehdenick übrig.
Foto: Gransee-Zeitung / Martin Risken Nur noch der weiße Stahlrumpf blieb von der 12-Meter-Jacht in der Marina Zehdenick übrig.

Von der 12 Meter langen Luxusjacht blieb nur der weiße Stahlrumpf übrig. Den Innenraum hatten die Flammen komplett zerstört. Der Pächter Dieter Fengler ist am Boden zerstört. Mehrere Luxusboote auf dem Gelände der Marina in Zehdenick sind von einem Brandanschlag betroffen. Den Schaden bezifferte ein am Dienstag bestellter Gutachter laut Fengler auf rund 400 000 Euro.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei wollten die Brandstifter am Sonntagabend mindestens vier an Land aufgebockte Boote anzünden, die einer Berliner Charterfirma gehören sollen. Die Luxusjacht brannte völlig aus, ein weiteres Boot wurde beschädigt. Vermutlich konnten die Täter ihren Plan nicht vollenden, weil sie gestört wurden.

Auffällig ist die professionelle Handschrift der Täter: „Die wussten, wie man so etwas macht“, teilte eine Polizeisprecherin mit. Kriminaltechniker konnten am Tatort Spuren von Brandlegemitteln sicherstellen. Die Brandstifter verwendeten nach Informationen des Nordkurier benzingefüllte Flaschen, die mit einem Zünder versehen waren.

Die Fahndung nach den Tätern ist bislang ohne Erfolg geblieben. Die Spuren vom Tatort würden im Labor des Landeskriminalamtes ausgewertet. Ermittler suchen zurzeit noch nach Augenzeugen, teilte die Polizeisprecherin weiter mit. Der Marina-Pächter hat derweil damit begonnen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einzurichten. Er hat einen Wachschutz engagiert und Kameras installiert. Außerdem habe er alle Bootseigentümer informiert. „Jetzt müssen wir abwarten.“