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PCK überwacht Leitungen strenger

Das Gelände der PCK Raffinerie dürfte besser gegen Diebe gesichert sein als die externen Leitungen.
Das Gelände der PCK Raffinerie dürfte besser gegen Diebe gesichert sein als die externen Leitungen.
Patrick Pleul

Unbekannte zapfen eine Benzinleitung an. Die Raffinerie in Schwedt reagiert mit häufigerem Einsatz eines speziellen Testgerätes.

Nach dem Diebstahl von Benzin aus einer Leitung der PCK Raffinerie GmbH Schwedt überwacht das Unternehmen seine Leitungen strenger. „Wir messen die Leitungen jetzt öfter“, sagte Unternehmenssprecherin Vica Fajnor. Dafür werde ein kleines Testgerät, ein sogenannter Molch, durch die Rohre geschickt. Das Gerät schwimmt mit der Flüssigkeit mit, die durch die Leitungen fließt und untersucht die Wanddicke.

Diebe hatten die 78 Kilometer lange Leitung, die von der Raffinerie bis zum Tanklager in Seefeld (Barnim) führt, bei Heckelberg (Märkisch-Oderland) angezapft und sich mit Benzin versorgt. Anfang Oktober hatte der Bauer, unter dessen Feld die Leitung liegt, eine Lache auf dem Acker entdeckt. Unklar ist, wie viel gestohlen wurde.

Bisher seien mehr als 400 Container kontaminierter Erde abgefahren worden, berichtete Fajnor. Die Arbeiten sollen an diesem Dienstag abgeschlossen werden.

Die Kosten für die Raffinerie betragen bisher mehr als eine halbe Million Euro. Die Leitung war drei Tage lang abgestellt. Das Wichtigste war laut Sprecherin, den Umweltschaden zu begrenzen, die Leitung zu reparieren und die Versorgung der Hauptstadt mit Treibstoff zu sichern. Das Grundwasser sei durch das Leck nicht belastet worden. Aus dem Tanklager werden 80 Prozent des Berliner Marktes versorgt.

Die Polizei hat inzwischen eine dreiköpfige Ermittlungsgruppe gegründet, die wegen besonders schweren Diebstahls sowie Bodenverunreinigung den Fall untersuche, sagte ein Sprecher.