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Personal-Geschacher bei der Landesregierung

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist dabei, in der Staatskanzlei aufzuräumen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist dabei, in der Staatskanzlei aufzuräumen.
Bernd Settnik

Seit Wochen schwebt die Dienstwagenaffäre eines hohen Beamten der Brandenburger Staatskanzlei über der rot-roten Landesregierung. Nun hat Woidke seine engsten Mitarbeiter aus der Machtzentrale geschmissen. Aber die Affäre ist noch nicht ausgestanden.

Große Personalrochade in der Landeshauptstadt: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat seinen Chef der Staatskanzlei, Rudolf Zeeb, in den einstweiligen Ruhestand versetzt. „Die Begründung ist ganz kurz gesagt: Das Vertrauensverhältnis ist gestört, so dass eine Zusammenarbeit in der Staatskanzlei nicht mehr möglich ist“, sagte Woidke.

Zeeb war wegen seiner Rolle in der Dienstwagenaffäre zunehmend unter Druck geraten, zudem waren in den vergangenen Tagen Berichte über lautstarke Auseinandersetzungen zwischen ihm und Woidke bekannt geworden. Auch ein Rücktrittsgesuch lag bereits seit mehreren Wochen vor.

Zeeb-Nachfolger gilt als effektiver Netzwerker

Auch auf mehreren anderen Potsdamer Posten wird es Veränderungen geben. Nachfolger von Zeeb in Potsdam soll der bisherige Leiter der Brandenburger Landesvertretung in Berlin, Staatssekretär Thomas Kralinski, werden. Der SPD-Politiker gilt als Netzwerker, der das Amt in Berlin in den vergangenen Monaten diplomatisch und effektiv ausgeübt hat. Zuvor hatte er als Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion in Potsdam Erfahrungen gesammelt.

An seiner Stelle wird künftig Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) die Interessen des Landes Brandenburg in Berlin wahrnehmen. Für Gorholt wiederum kommt eine externe Kraft ins Ministerium für Wissenschaft und Forschung: Mit der Kanzlerin der Technischen Universität Berlin, Ulrike Gutheil, soll laut Woidke eine ausgewiesene Fachfrau für die Hochschulpolitik verantwortlich werden.