NACH SCHLAGANFALL

Platzeck wird nach Auszeit in seinem Büro zurückerwartet

Nach einem leichten Schlaganfall und einer Auszeit will Brandenburgs Ministerpräsident wieder an seinen Schreibtisch zurückkehren. Drei Wochen hat er sich vor allem um die eigene Gesundheit gekümmert.
Ralf Hirschberger
Potsdam.

Der gesundheitlich angeschlagene Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) will am Montag (29. Juli) nach einem dreiwöchigen Urlaub wieder an seinen Schreibtisch zurückkehren. Platzeck hatte sich nach einem leichten Schlaganfall vor einem Monat diese Auszeit verordnet, um sich zu erholen.

"Der Ministerpräsident nutzt seinen wohlverdienten Urlaub, um auszuspannen. Das ist auch gut so", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert am Mittwoch. Sie gehe davon aus, dass Platzeck am Montag wieder da sei. Darüber hinaus gehende Fragen würden nicht beantwortet. Sein Urlaubsziel hatte der Ministerpräsident im Vorfeld nicht verraten.

Die "Berliner Morgenpost" hatte am selben Tag berichtet, dass weder in der Staatskanzlei noch im SPD-Landesverband zu erfahren sei, wie es dem 59 Jahre alten Landesvater derzeit gehe. Nach Angaben von Krahnert hält der Staatskanzlei-Chef Albrecht Gerber Kontakt zu ihm. Mehr war nicht zu erfahren.

Offizielle Termine für Platzeck stehen in den kommenden Wochen noch nicht auf der Terminvorschau der Landesregierung. "Er beschäftigt sich derzeit nicht mit Terminen, dies wird er nach seiner Rückkehr tun", sagte Krahnert.

Einzig bekannt ist bislang seine Teilnahme am Dienstag an einer Pressekonferenz zur Sitzung des Kuratoriums der Stiftung zum Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam. Er ist dort Kuratoriumsmitglied. "Eine Absage liegt uns nicht vor", sagte Sprecherin Friederike Schuppan, die fest mit seiner Anwesenheit rechnet.

Nach dem leichten Schlaganfall waren Spekulationen über Platzecks Nachfolge wieder aufgeflammt. Zuvor hatte er schon mehrfach mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, so mit zwei Hörstürzen sowie einem Nerven- und Kreislaufzusammenbruch. Vor dem Urlaub hatte Platzeck, auch Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, bekräftigt, wieder als SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl anzutreten - wenn alles gut läuft. Auch SPD-Landeschef und Aufsichtsratschef wolle er bleiben.

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