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Viele polnische Pendler stehen in Frankfurt (Oder) am deutsch-polnischen Grenzübergang Stadtbrücke und warten auf einen Corona-Test. Die Pendler müssen sich wegen des starken Andrangs auf mehrere Stunden Wartezeit einrichten. Patrick Pleul
Hochrisikogebiet

Polen stehen Schlange für Corona-Tests

Weil das Nachbarland aktuell als Hochrisikogebiet gilt, darf nur nach Deutschland einreisen, wer nachweisbar negativ ist. Das stellt Berufspendler vor eine Herausforderung.
dpa
Frankfurt

An der Grenze Brandenburgs zu Polen in Frankfurt (Oder) ist am Montagmorgen eines von drei mobilen Corona-Testzentren in Betrieb gegangen. Weitere gibt es an der Autobahn 12 und in Guben im Landkreis Spree-Neiße.

Bereits vor der offiziellen Öffnung um 7 Uhr hatte sich ab 5 Uhr in Frankfurt am aufgebauten Zelt hinter der Stadtbrücke eine lange Schlange von Wartenden gebildet. Ungefähr 150 Berufspendler aus Polen standen bei frostigen Temperaturen an, wollten sich testen lassen und das Ergebnis mitnehmen.

Einreisen darf nur, wer negativ ist

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen wird Polen seit dem Wochenende von der Bundesregierung als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Land ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

In Polen sind die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Als Hochinzidenzgebiet werden die Länder und Regionen eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt.

Berufspendler benötigen nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums eine aktuelle Beschäftigungsbestätigung ihres Arbeit- oder Auftraggebers, um nach Brandenburg einreisen zu dürfen. Eine solche Bescheinigung berechtigt zur Einreise ohne vorherigen Test. Der Test kann am Arbeitsort oder auf dem Weg dorthin erfolgen.

Kosten übernimmt der Staat

Für ausländische Bürger, die sozialversicherungspflichtig in Brandenburg beschäftigt sind und dies durch eine aktuelle schriftliche Bestätigung ihres Arbeitgebers nachweisen können, werden an öffentlichen Teststationen die Kosten für mindestens einen Corona-Schnelltest pro Woche übernommen. Berufspendler, die in einem anderen Bundesland beschäftigt sind – beispielsweise Berlin – gelten in Brandenburg als Durchreisende. Sie brauchen keinen Testnachweis bei der Einreise, müssen Brandenburg aber auf dem schnellsten Weg wieder verlassen.

Für alle übrigen Einreisen gilt neben dem vorgeschriebenen negativen Schnelltest auch eine Quarantänepflicht.

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