10.000 Euro Belohnung
Polizei sucht Mörder 20 Jahre nach der Tat

Mit diesen Bildern sucht die Frau nach dem Mann.
Mit diesen Bildern sucht die Frau nach dem Mann.
Polizei Berlin

Ein bislang ungeklärter Mordfall aus dem Jahr 1999 könnte dank neuer Methoden jetzt aufgeklärt werden. Für Hinweise gibt es eine hohe Belohnung.

Fast 20 Jahre nach einem tödlichen Kopfschuss auf einen Medikamentenhändler in Berlin sucht die Polizei öffentlich nach dem mutmaßlichen Mörder. Bei dem mit einem internationalen Haftbefehl gesuchten 67-Jährigen handele es sich um einen polnischen Staatsbürger mit russischen Wurzeln, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Berlin mit.

Vladimir Svintkovski steht demnach in dringendem Verdacht, die Tat am 6. Mai 1999 im Stadtteil Zehlendorf verübt zu haben. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von bis zu 10 000 Euro ausgesetzt.

Der Mann sieht inzwischen wohl anders aus

Die Behörden veröffentlichten Fotos des Mannes aus den 90er Jahren, die ihn mit rotem Haar und Bart zeigen. Es sei allerdings möglich, dass er sein Gesicht inzwischen mit Operationen verändert habe und deutlich jünger aussehe, hieß es. „Er ist ein Verwandlungskünstler, trägt regelmäßig verschiedene Perücken und verändert sein Barthaar.“

Auch verschiedene Aliasnamen soll der 67-Jährige in der Vergangenheit benutzt haben, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Es sei daher möglich, dass der Gesuchte aktuell nicht unter den nun veröffentlichten Personalien lebe. Seine Haare seien vermutlich inzwischen erblasst oder ergraut.

Das Opfer lag verletzt auf einem Gehweg

Der Gesuchte ist nach Angaben der Behörden 1,76 Meter groß. Er spreche unter anderem Deutsch, Polnisch und Russisch. Die Ermittler fragen in dem Fahndungsaufruf, wer den Mann, Kontaktpersonen oder Aufenthaltsorte kennt.

Medien berichteten nach der Tat im Jahr 1999, ein 45-jähriger Mann mit Kopfwunde sei auf dem Gehweg in Zehlendorf gefunden worden. Das Opfer schwebte demnach zunächst in Lebensgefahr. Die Polizei gehe von einer „Fremdeinwirkung“ aus, die Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen.

Nicht der erste Altfall, bei dem sich etwas tut

Da Mord nicht verjährt, sei der Fall in Bearbeitung geblieben, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Es habe dabei nun Erkenntnisse gegeben – Details dazu nannte der Sprecher aber nicht.

Erst Mitte November 2018 hatten Berliner Ermittler einen Mann gefasst, der 1987 eine Frau in Berlin-Neukölln ermordet haben soll – dabei sollen DNA-Untersuchungen den Durchbruch gebracht haben.

Kommentare (1)

Was ist das denn für eine merkwürdige Bildunterschrift? In dem ganzen Text ist nicht ein einziges Mal die Rede von einer Frau. Oder ist die Polizei jetzt eine Frau?