VOR GRAFFITI POSIERT

Polizisten von Klima-Protesten in Brandenburg abgezogen

Polizisten in Uniform vor einem Graffiti mit der Aufschrift „Stoppt Ende Gelände!”: Vor den Klimaprotesten in der Lausitz tauchte dieses Foto in den sozialen Netzwerken auf. Die Polizei zog Konsequenzen.
dpa
Brandenburger Polizisten posierten vor einem Graffiti in der Lausitz, wo Klima-Proteste von der Gruppe „Ende Geländ
Brandenburger Polizisten posierten vor einem Graffiti in der Lausitz, wo Klima-Proteste von der Gruppe „Ende Gelände” ausgerufen wurden. Screenshot Twitter
Potsdam.

Neun Polizisten aus Brandenburg haben vor einem Graffiti mit dem Slogan „Stoppt Ende Gelände” posiert – dafür sind sie nun von dem geplanten Großeinsatz rund um die Klimaproteste in der Lausitz am Wochenende ausgeschlossen worden. Das teilte die Polizei Brandenburg am Donnerstagabend via Twitter mit. Es handele sich um eine Gruppe der Bereitschaftspolizei Cottbus. Das Foto der Polizisten kursierte in den sozialen Netzwerken.

Polizei zu Neutralität verpflichtet

Die Polizei twitterte weiter: „Das Foto geht natürlich nicht und wird ausgewertet werden. Wir sind zum Neutralitätsgebot verpflichtet und werden den Schutz der grundgesetzlich verankerte(n) Versammlungsfreiheit zum Großeinsatz in der Lausitz selbstverständlich gewährleisten.” Man prüfe disziplinare Maßnahmen. Vor Ort seien außerdem sechs Tatverdächtige gestellt worden, die im Verdacht stehen, das Graffiti aufgesprüht zu haben.

 

 

Für das kommende Wochenende sind 20 Mahnwachen und Versammlungen von Klimaaktivisten in Brandenburg angemeldet. Die Stimmung in der Lausitz ist angespannt. Politiker und Bündnisse riefen zuletzt Braunkohle-Befürworter und Gegner zu Gewaltverzicht auf.

Wer hat das Graffiti überhaupt angefertigt?

Auf dem Foto posieren neun Polizisten in Dienstuniform vor einem Graffiti mit der Aufschrift „Stoppt Ende Gelände!” „Ende Gelände” ist eine Gruppe von Anti-Kohle-Aktivisten. Die Gruppe twitterte:

 

 

Man sei am Abend auf das Foto in den sozialen Netzwerken aufmerksam geworden, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Süd in der Nacht zu Freitag. Medienberichte, dass die Tatverdächtigen, die das Graffiti gesprüht haben sollen, zu einer rechtsgerichteten Gruppierung mit dem Namen „Defend Cottbus” gehören sollen, bestätigte der Sprecher am Abend nicht. „Die Ermittlungen laufen.”

Die Neutralitätspflicht für Polizisten gibt sich etwa aus dem Beamtenstatusgesetz.

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