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Potsdamer Paketbombe hätte gezündet werden können

In unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Weihnachtsmarkt war eine Paketbombe zugestellt worden (Archivbild).
In unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Weihnachtsmarkt war eine Paketbombe zugestellt worden (Archivbild).
Gregor Fischer

Die Paketbombe, die in einer Potsdamer Apotheke abgegeben worden ist, war zündfähig. In Frankfurt (Oder) tauchte ein weiteres Paket mit einer Spreng- und Brandvorrichtung auf.

Die am vergangenen Freitag in einer Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe war mit Batterien zündfähig. „Es war eine Sprengvorrichtung, die bei einer Umsetzung erhebliche Gefahr für Leib und Leben bedeutet hätte”, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange am Donnerstag im Innenausschuss des Brandenburger Landtags.

An einer Metallbüchse mit Nägeln und einem Polenböller seien mehrere Batterien angeschlossen gewesen. Daher werde wegen räuberischer Erpressung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

Nach Angaben des Innenministeriums sind bei der Sonderkommission „Quer” bislang 113 Hinweise eingegangen. Dadurch habe sich bislang keine heiße Spur ergeben, sagte Landespolizeidirektor Andreas Backhoff. „Darunter sind auch Meldungen zu verdächtigen Paketen, die sich bislang aber stets als harmlos herausgestellt haben.”

Weitere Paketbombe in Frankfurt (Oder)

Nach Angaben von Lange war eine am 6. November bei einem Online-Händler in Frankfurt (Oder) entdeckte Paketbombe vom Händler sofort als verdächtig eingestuft worden. Daraufhin sei die Sendung von Spezialisten der Polizei untersucht worden. „Auch dabei handelte es sich um eine unbekannte Spreng- und Brandvorrichtung”, sagte Lange. „Wir gehen davon aus, dass auch diese Sendung von dem Erpresser aufgegeben wurde.”