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Psychisch Kranker rammt vier Autos und muss in Haft

Ein Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft für den 20-Jährigen an.
Ein Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft für den 20-Jährigen an.
Patrick Seeger

Der 20-Jährige war aus einem Krankenhaus geflohen und war mit einem geraubten Auto auf die Autobahn gerast.

Mit einem geraubten Auto hat ein vermutlich psychisch Kranker am Sonnabendabend vier Unfälle in Südbrandenburg verursacht. Dabei wurden zwei Menschen schwer und ein Autoinsasse leicht verletzt, berichtete die Polizei am Sonntag. Ein Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an. Erste medizinische Untersuchungen wiesen auf eine mögliche psychische Störung des 20-Jährigen hin. Er war aus einem Krankenhaus in Lübben (Dahme-Spreewald) geflohen, nachdem er dort einem Arzt den Schlüssel für die Station gestohlen hatte.

Anschließend raubte der Patient einer Frau, die auf einem Parkplatz in einem Auto saß, den Wagen und raste als Geisterfahrer auf die Autobahn 13 in Richtung Polen. Dabei rammte er ein Auto.

Kurz vor der Grenze kehrte er um und rammte auf der Weiterfahrt zwei Autos von hinten, von denen sich eins sogar mehrfach überschlug, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Polizeiauto streifte er seitlich. Beamte konnten den Mann schließlich mit Pfefferspray überwältigen. Dabei wurde ein Polizist verletzt. Ein Polizeihubschrauber und mehrere Funkstreifenwagen waren im Einsatz. Der Sachschaden beträgt insgesamt mehrere 10 000 Euro.