:

Razzia nach Anschlag auf Autos von Flüchtlingshelfern

Die Ermittler stellten zahlreiche Gegenstände mit Bezug zur extremen Rechten sicher.
Die Ermittler stellten zahlreiche Gegenstände mit Bezug zur extremen Rechten sicher.
Stefan Möhwald/Polizeidirektion Ost

Polizeibeamte haben elf Wohnungen und Häuser von elf Tatverdächtigen durchsucht. Mehrere der Verdächtigen müssen dem rechtsextremen Lager zugeordnet werden.

Annähernd vier Monate nach einem Brandanschlag auf Autos von Flüchtlingshelfern in Ostbrandenburg hat die Polizei elf Wohnungen und Häuser durchsucht. Neun Männer und zwei Frauen, die teilweise dem rechten Lager zugeordnet werden, stehen im Verdacht, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte und damit einen rbb-Bericht bestätigte.

Bei der Razzia am Dienstagmorgen in Neuhardenberg, Fürstenwalde, Strausberg und Gusow seien unter anderem Aufkleber mit fremdenfeindlichem Inhalt, Schlagstöcke und Festplatten sichergestellt worden. Die Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 33 Jahren wurden nicht festgenommen, werden aber vernommen, wie der Sprecher sagte. Sie seien zum Teil polizeibekannt. Die Razzia habe das Amtsgericht Frankfurt (Oder) angeordnet, 120 Polizisten seien im Einsatz gewesen.

Bei dem Brandanschlag Mitte September waren zwei Autos von Flüchtlingshelfern ausgebrannt, ein danebenstehender Multivan wurde zudem beschädigt. Verletzt wurde niemand.