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Regio-Züge fahren nach Bombenentschärfung wieder

Nach einigen Stunden Streckensperrung konnten die Züge wieder rollen.
Nach einigen Stunden Streckensperrung konnten die Züge wieder rollen.
Paul Zinken

In der Nähe von Halbe musste eine Bombe unschädlich gemacht werden. Deshalb fuhren zeitweise Busse statt Züge der RB24.

Kampfmittelexperten haben in der Nähe von Halbe (Dahme-Spreewald) am Montag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Regionalbahn-Strecke zwischen Bestensee und Halbe war deswegen am Vormittag zeitweise gesperrt. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, war der Zugverkehr der RB24 unterbrochen. Stattdessen seien Ersatzbusse gefahren. Um 10.26 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Das Ordnungsamt hatte um den Fundort der Bombe einen Radius von etwa 300 Metern abgesperrt, wie der Kampfmittelbeseitigungsdienst mitteilte. Spezialisten hätten den Zünder vor Ort herausgeschraubt und den Blindgänger ohne Probleme abtransportiert. Da die Bombe in einem Waldstück fern von einer Ortschaft entdeckt worden war, mussten keine Anwohner ihre Wohnungen verlassen.

Der sogenannte Kessel von Halbe war im Zweiten Weltkrieg Schauplatz blutiger Schlachten gewesen. Im April 1945 waren ungefähr 200 000 deutsche Soldaten wenige Tage vor der Kapitulation der Nationalsozialisten von der Roten Armee rund um Halbe und Lübben eingeschlossen worden. Bei den Kämpfen rund 40 Kilometer südöstlich von Berlin starben zehntausende Menschen auf beiden Seiten.