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Reparaturen kosten knapp 50 Millionen Euro

Die Instandsetzung überfluteter Wohnungen war für die öffentliche Hand vergleichsweise preiswert.
Die Instandsetzung überfluteter Wohnungen war für die öffentliche Hand vergleichsweise preiswert.
Axel Heimken

Das Sommerhochwasser 2013 hat in Brandenburg weit geringere Schäden angerichtet als erwartet. Aber mit der Sanierung der Infrastruktur war keineswegs alles erledigt.

Zur Beseitigung von Flutschäden nach dem Sommerhochwasser im Frühsommer des vergangenen Jahres sind in Brandenburg bislang 48,4 Millionen Euro an Hilfeleistungen geflossen. Das erklärte Matthias Haensch, Sprecher der Investitionsbank (ILB). Bis auf Einzelfälle seien nun keine weiteren Auszahlungen mehr zu erwarten, sagte Haensch. Die Anmeldefrist für alle Programme sei mittlerweile abgelaufen. Damit waren die Schäden im Land deutlich geringer als zunächst angenommen. Nach der Flut hatte Brandenburg die Gesamtsumme der Schäden zunächst auf rund 92 Millionen Euro geschätzt.

Das meiste Geld floss mit 28,7 Millionen Euro in die Sanierung von Straßen, Gebäuden und Anlagen. Knapp 330 Landwirte, deren Felder überflutet waren, erhielten insgesamt rund 19,4 Millionen Euro, um ihre wirtschaftliche Existenz sichern zu können. Die Schäden bei Firmen und Privatleuten waren dagegen eher gering. Fünf Firmen erhielten insgesamt
45 000 Euro Soforthilfe und zehn geschädigte Bürger gut 227 000 Euro für die Instandsetzung ihrer Wohnungen. Hier dürften viele Geschädigte auch auf private Gebäude- und Hausratsversicherungen zurückgegriffen haben.

Schwerpunkte im Spreewald und im Nordwesten

Schwerpunkte waren neben Vorsorgemaßnahmen im Spreewald und in Cottbus die an der Elbe gelegenen Städte Wittenberge und Bad Wilsnack, das Amt Rhinow, das Milower Land, Herzberg und Mühlberg.

Bund und Länder hatten einen Fluthilfefonds in Höhe von insgesamt acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Dieser Fonds wird vermutlich nicht komplett ausgeschöpft. In der vergangenen Woche hatten die Ministerpräsidenten der Länder jedoch die Idee abgelehnt, Hilfen für Flüchtlinge mit den nicht abgerufenen Geldern zu bezahlen.