NOTHILFE VERBESSERT SICH DEUTLICH

Retter fliegen ab 2015 von Angermünde aus

Jetzt ist es endgültig offiziell: Die DRF Luftrettung wird ihr neues Zentrum in Angermünde errichten. Damit soll die notärztliche Versogung in der Uckermark  ausgebaut werden. Allerdings verzögert sich der Start ein wenig.
Die DRF Luftrettung hat den Zuschlag für den Helikopter bekommen.             
Die DRF Luftrettung hat den Zuschlag für den Helikopter bekommen.   Jan-Philipp Strobel
Altentreptow.

Der Rettungshubschrauber hört auf den wenig klingenden Namen "EC 135". Eine Typenbezeichnung. Er wird aber mit seiner Besatzung einen wesentlich wichtigeren Beitrag für die notärztliche Versorgung in Brandenburg leisten, als es der schnöde Name allein verrät. Denn jetzt hat das brandenburgische Gesundheitsministerium den Vertrag mit dem Deutschen Rettungsflugwacht e.V. (DRF) unterschrieben. Der Weg zu einem weiteren Luftrettungszentrum im Land ist damit endgültig geebnet. "Mit der Inbetriebnahme des geplanten Luftrettungszentrums im Nordosten des Landes wird die Versorgung der Bevölkerung weiter verbessert", sagte Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) am Mittwoch.

Es gibt bereits Luftrettungsstandorte in Perleburg, Brandenburg/Havel, Senftenberg und Bad-Saarow. Nun kommt als fünftes Luftrettungszentrum in Angermünde auch noch eines in der Uckermark hinzu. Der Rettungshubschrauber wird mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt sein und soll die notärztliche Versorgung am Boden unterstützen. Auf dem Luftweg sollen schwer- und schwerstverletzte Menschen schnellstmöglich in eine geeignete Klinik gebracht werden. Zurzeit decken insgesamt neun Notarztstandorte rund um die Uhr die notärztliche Versogung in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und der Uckermark ab. "Der Einsatz des neuen Rettungshubschraubers wird künftig durch die integrierte Leitstelle Nordost Eberswalde erfolgen", erklärte das Gesundheitsministerium. 

Das neue DRF Luftrettungszentrum wird im Gewerbegebiet "Oderberger Straße" errichtet. Dafür gab es insgesamt drei Bewerber, die DRF bekam letztlich vom Land Brandenburg als Träger der Luftrettung den Zuschlag. Einen kleinen Haken hat die ganze Sache allerdings: Mit der ursprünglich geplanten Inbetriebnahme im Herbst dieses Jahres wird es vorraussichtlich nichts, hieß es vom Gesundheitsministerium. Das hätten die ersten Baubesprechungen mit dem künftigen Betreiber ergeben. Spätestens im Frühjahr 2015 soll der "EC 135" mit seiner Besatzung zu seinem ersten Start abheben. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht allzu oft starten muss.

Das Luftrettungszentrum Bad Saarow musste 2013 insgesamt 1514 Rettungstransporte fliegen. In Brandenburg/Havel waren es 1247 und in Perleberg 1007 Rettungseinsätze. Das Senftenberger Rettungszentrum musste zu 1688 Rettungs und 1050 Intensivtransporten per Hubschrauber ausrücken.

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