5. Oktober ist letzter Besuchstag

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Schau über Muslime noch eine Woche lang zu sehen

Dieser Dolch muslimischer Krimtataren ist schon einige Jahrhunderte alt.
Dieser Dolch muslimischer Krimtataren ist schon einige Jahrhunderte alt.
Bernd Settnik

Die ersten Muslime kamen schon vor Jahrhunderten nach Brandenburg. In einer Ausstellung kann man mehr über ihr Leben erfahren.

Mehr als 8000 Besucher haben bislang die Sonderschau über Muslime im einstigen Brandenburg und Preußen im Museum Wustrau in Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) besucht. Am kommenden Sonntag, dem 5. Oktober, ist sie zum letzten Mal für Besucher zu sehen, wie der Leiter des Brandenburg-Preußen Museums, Stephan Theilig, sagte.

Im Abschluss wandert die Schau mit dem Titel „Türcken, Mohren und Tartaren – Muslime in Brandenburg-Preußen“ weiter nach Kazan, Hauptstadt der autonomen Republik Tatarstan im östlichen Teil Russlands, nach Istanbul und nach Warschau.

Gezeigt werden den Angaben zufolge 135 zum Teil einzigartige Stücke, bereitgestellt von Museen und privaten Leihgebern. Zu sehen ist auch ein Bild von Königin Luise (1776-1810). Es zeigt sie in der damals beliebten Orientmode. Die ersten Kontakte zwischen Preußen und dem Orient reichen ins späte Mittelalter zurück. Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) warb später um muslimische tatarische Familien. Sie sollten in West- und Ostpreußen eine neue Heimat finden.