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Schnäppchen-Markt macht zu

Die Warenhauskette gibt sechs Häuser auf. In Brandenburg steht der Schnäppchenmarkt in Frankfurt auf der Schließungsliste.

Das zu Karstadt gehörende Schnäppchen Center soll aufgrund der Konzernsanierung geschlossen werden.
Patrick Pleul Das zu Karstadt gehörende Schnäppchen Center soll aufgrund der Konzernsanierung geschlossen werden.

Von der vorgesehenen Schließung von sechs Karstadt-Häusern ist in Brandenburg der Schnäppchenmarkt in Frankfurt (Oder) betroffen. Das Kaufhaus in Potsdam und ein Sporthaus in Wildau (Dahme-Spreewald) sind in die Schließungspläne nicht einbezogen. Wieviele Menschen bei Karstadt in der Oderstadt arbeiten und den genauen Zeitpunkt für das Aus des Marktes und den Verlust der Jobs, gab das Unternehmen nicht bekannt.

"Wir hoffen, dass es gelingt, den Jobverlust für alle Mitarbeiter sozial abzufedern", sagte der Sprecher des Verdi-Landesbezirks, Andreas Splanemann, auf Anfrage. Es sei anzunehmen, dass der Arbeitsplatzverlust quer durch den gesamten Konzern gehe.

240 Jobs sollen betroffen sein

Der neue Konzernchef Stephan Fanderl hatte unmittelbar nach seiner Ernennung durch den Aufsichtsrat das Aus bis Mitte nächsten Jahres angekündigt. Auf der Schließungsliste stehen zwei Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart, Filialen der Kette "K-Town" in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte in Paderborn und Frankfurt (Oder). Nach Gewerkschaftsangaben verlieren an den sechs Standorten bis zu 240 Mitarbeiter ihre Jobs.

Der Frankfurter Schnäppchenmarkt befindet sich im "Oderturm" in der Innenstadt. Dort und in den angrenzenden "Lenné-Passagen" sind nach Angaben der Stadtverwaltung rund 1300 Menschen in etwa 40 Geschäften sowie weiteren Einrichtungen beschäftigt. In der Region Berlin-Brandenburg arbeiten nach Gewerkschaftsangaben zwischen 1600 und 1800 Karstadt-Mitarbeiter. Insgesamt hat der Konzern noch rund 17 000 Beschäftigte.