DDR-KOSMONAUT

Sigmund Jähn in Strausberg beigesetzt

Auf Wunsch der Familie ist der DDR-Kosmonaut und erste Deutsche im All in Strausberg beigesetzt worden.
dpa
Sigmund Jähn – hier im Juni 2018 im Weltraumbahnhof Baikonur – war Ende September gestorben.
Sigmund Jähn – hier im Juni 2018 im Weltraumbahnhof Baikonur – war Ende September gestorben. Thomas Körbel
Strausberg.

Der erste Deutsche im All, DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn, ist im engsten Familienkreis beigesetzt worden. Jähn habe seine letzte Ruhestätte schon am vergangenen Freitag in Strausberg bei Berlin gefunden, sagte ein Sprecher der Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag. Jähn war am 21. September im Alter von 82 Jahren gestorben.

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Am 26. August 1978 war Jähn vom Weltraumbahnhof Baikonur aus mit dem Raumschiff „Sojus 31“ zur Orbitalstation Saljut 6 gestartet. Gemeinsam mit dem sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski (1934-2019) war er 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im All. Er umkreiste die Erde 125 Mal. In der DDR wurde Jähn als Volksheld gefeiert. Erst 1983 startete mit dem Astronauten Ulf Merbold ein zweiter Deutscher ins All.

Jähn stammte eigentlich aus dem Voigtland

Jähn, der aus dem sächsischen Dorf Morgenröthe-Rautenkranz stammte, hatte ursprünglich Buchdrucker gelernt. Dann ging er zur Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) und wurde Jagdflieger. Wegen seiner bescheidenen Art war er sehr beliebt. Nach der Wende war Jähn für das DLR und die Europäische Weltraumorganisation (Esa) tätig und betreute europäische Astronauten im russischen Sternenstädtchen.

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