WAHLKAMPF

So antwortet die SPD auf Willy-Brandt-Kampagne der AfD

Die SPD in Brandenburg wehrt sich mit neuen Plakaten gegen die Vereinnahmung von Willy Brandt durch die AfD.
Benjamin Lassiwe Benjamin Lassiwe
Die SPD wehrt sich mit dem Plakat gegen die Vereinnahmung von Willy Brandt durch die AfD.
Die SPD wehrt sich mit dem Plakat gegen die Vereinnahmung von Willy Brandt durch die AfD. Bejamin Lassiwe
Um dieses AfD-Plakat geht es.
Um dieses AfD-Plakat geht es. Britta Pedersen
Potsdam.

Brandenburgs SPD wehrt sich im laufenden Landtagswahlkampf gegen eine Plakatkampagne der AfD. Mit 2.500 so genannten „Störer“-Plakaten und dem Hashtag „#Wirsindwilly“ wollen die Sozialdemokraten darauf reagieren, dass die AfD mit dem früheren Bundeskanzler und Regierendem Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt, im Wahlkampf wirbt.

„Das Erbe von Willy Brandt, der sich ein Leben lang für den Ausgleich, die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft eingesetzt hat, wird momentan missbraucht“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei der Vorstellung der Plakate am Montag in Potsdam. „Wenn die Feinde der Demokratie, die polarisieren, hezten und teilweise offen rechtsextremistische Positionen vertreten, diese Symbole missbrauchen, dann stellen wir uns dagegen.“

SPD: AfD will Wähler hinters Licht führen

Generalsekretär Erik Stohn warf der AfD vor, die Menschen in Brandenburg hinter die Fichte führen zu wollen. Die Landtagswahl am 1. September sei für Brandenburg von immenser Bedeutung. „Bekommt dieses Land einen Stempel auch für ausländische Investoren?“, fragte Stohn. Bereits am Wochenende hatte Woidke in einem Mitgliederrundbrief vor einem Wahlsieg der AfD gewarnt: „Ich werde mit vollem Einsatz, wenn es nötig ist, auch 16 oder 18 Stunden am Tag, daran arbeiten, dass nicht die Rechtspopulisten, sondern die SPD des Landes Brandenburg stärkste Kraft wird“, sagte Woidke. „Es geht hier nicht um mich persönlich, oder wer macht hinterher was, das ist alles sekundär – es geht darum, dass dieses Land in guten Händen bleibt.“ Womit Woidke ganz nebenbei, und vermutlich eher unbewusst, auch erstmals die Tür für eine mögliche Landesregierung ohne seine Beteiligung geöffnet hat.

AfD nutzt Slogan "Mehr Demokratie wagen"

Das AfD-Plakat zeigt ein Bild von Brandt mit seinem bekannten Ausspruch „Mehr Demokratie wagen“. Dagegen will die SPD nun Plakate setzen, mit der Aufschrift „Wir wollten die Freiheit. Wir haben sie erkämpft. Sorge dafür, dass sie bleibt“ und den Hashtag „#wirsindwilly“.

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Kommentare (1)

die altehrwürdige SPD wird in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwinden. Schon in wenigen Jahren!