ENDSPURT

SPD legt vor Landtagswahlen in Brandenburg zu

Am Freitag laden viele Parteien in Sachsen und Brandenburg zum offiziellen Wahlkampfabschluss vor den Landtagswahlen ein. Am Abend vorher gab es noch einmal eine neue Umfrage.
dpa
Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, unterhält sich mit einem Landwirt im südlichen Brandenburg im Rahmen eines
Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, unterhält sich mit einem Landwirt im südlichen Brandenburg im Rahmen eines Wahlkampftermins Kay Nietfeld
Mainz.

Zwei Tage vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg beenden am Freitag einige Parteien den Wahlkampf mit Abschlusskundgebungen. In einer neuen Umfrage legten unterdessen die Parteien der beiden Ministerpräsidenten leicht zu. Die CDU in Sachsen von Ministerpräsident Michael Kretschmer kommt im ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen auf 32 Prozent (plus 1 im Vergleich zur Vorwoche) und vergrößert damit den Vorsprung auf die AfD. Die Rechtspopulisten liegen bei 24,5 Prozent (minus 0,5).

In Brandenburg legt die SPD von Ministerpräsidenten Dietmar Woidke der Erhebung zufolge ebenfalls einen Prozentpunkt zu und erreicht 22 Prozent (plus 1). Sie liefert sich aber weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der AfD (21, plus 1). Ähnliche Tendenzen in beiden Bundesländern hatten auch andere Umfragen in den vergangenen Tagen ergeben.

Noch 33 Prozent Unentschlossene

Auf den weiteren Plätzen in Sachsen liegen die Linke (14 Prozent, unverändert), die Grünen (11 Prozent, plus 2) und die SPD (8,5 Prozent, minus 0,5). Die FDP muss demnach mit unverändert 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. 33 Prozent der Befragten waren sich der Umfrage zufolge noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen. Bei der Frage nach dem Wunsch-Ministerpräsidenten liegt Kretschmer sowohl gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten Jörg Urban (67 zu 9 Prozent) als auch gegenüber dem Linken-Spitzenkandidaten Rico Gebhardt (62 zu 9) deutlich vorne.

In Brandenburg rangieren laut ZDF-Politbarometer hinter SPD und AfD die CDU mit 16,5 Prozent (minus 1,5), die Grünen mit 14,5 Prozent (plus 0,5), die Linke (14, unverändert), die FDP mit 5 (unverändert) und die Freien Wähler mit 4 Prozent (unverändert). Auch hier liegt der Ministerpräsident im persönlichen Vergleich deutlich vor seinen Herausforderern. Woidke hat gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz einen Vorsprung von 57 zu 10 Prozent, gegenüber CDU-Mann Ingo Senftleben ist er 51 zu 20 Prozent vorne. 39 Prozent der Brandenburger haben der Erhebung zufolge allerdings noch nicht entschieden, ob sie zur Wahl gehen oder wen sie wählen wollen.

FDP schließt Wahlkampf in Potsdam

Bei Veranstaltungen werben die Parteien am Freitag noch einmal um die Stimmen der Wähler für die Abstimmungen am Sonntag. In Brandenburg sind die Grünen (13.00 Uhr) in Potsdam zu Gast, Parteichefin Annalena Baerbock kommt dorthin zum Bürgergespräch (16.30 Uhr). Die SPD lädt nach Oranienburg (18.00 Uhr), wo Ministerpräsident Woidke und Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet werden. Zum Wahlkampfabschluss der AfD in Königs Wusterhausen (18.00 Uhr) wird unter anderem Thüringens Landeschef Björn Höcke erwartet. Die FDP schließt ihren Wahlkampf in Potsdam (19.00 Uhr) mit Parteichef Christian Lindner ab. CDU und Linke beenden ihre Wahlkämpfe jeweils am Samstag.

 

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