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Uckermark an Anti-Müll-Portal beteiligt

Illegal entsorgter Müll: ein Problem im Land.
Illegal entsorgter Müll: ein Problem im Land.
Patrick Pleul

Brandenburger können ihrer Kommune Mängel über ein Internetportal melden. Seit Juli beteiligt sich erstmals auch eine uckermärkische Gemeinde an dem Projekt.

Kaputte Laternen, ungeräumte Straßen oder illegale Mülldeponien: Brandenburger nutzen immer häufiger das Internetportal „Maerker“ der Kommunen, um diese auf Mängel hinzuweisen. Die Seitenabrufe sind nach Angaben des Innenministeriums seit dem Start im Jahr 2009 steigend und immer mehr Kommunen schließen sich dem Portal an.

Die Zahl der Abrufe lag 2015 bei mehr als 1,8 Millionen, wie das Ministerium mitteilt. 2013 seien es nur gute eine Millionen gewesen. Über ein Formular können Brandenburger auf dem Portal eine Meldung an ihre Stadt, Gemeinde oder Amtsverwaltung absetzen. Bisher wurde dieser Service 52 000 Mal genutzt.

Die Verwaltungen antworten auf der Internetseite und informieren mit einem Ampelsystem über den aktuellen Stand der Bearbeitung. Jeder Nutzer kann den Prozess mitverfolgen. Mehr als die Hälfte der Beschwerden werden den Angaben zufolge im Bereich Straßen und Wege eingereicht. Im Winter gehe es zumeist um ungeräumte Straßen.

Aber auch defekte Straßenlaternen, wilde Deponien oder überquellende Müllbehälter und Recycling-Container würden gemeldet. Auf öffentlichen Spielplätzen fallen Bürgern zudem verschmutzte Sandkästen auf, aber auch wucherndes Grün in Anlagen. Mittlerweile beteiligen sich 88 Kommunen an dem Portal, das vom Land gesteuert wird. Im Juli seien drei neue hinzugekommen. Mit Uckerland sei nun erstmals eine Gemeinde aus der Uckermark vertreten. Die Webadresse der Seite lautet: www.maerker.brandenburg.de