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CDU-Streit

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Uckermark-Kreischef Koeppen kritisiert Parteichef Senftleben 

Der Uckermärker Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Jens Koeppen (links) hat den Kurs von CDU-Landeschef Ingo Senftleben attackiert.
Der Uckermärker Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Jens Koeppen (links) hat den Kurs von CDU-Landeschef Ingo Senftleben attackiert.
Kombo NK

Die Strategie von CDU-Landeschef Ingo Senftleben für die Landtagswahl in Brandenburg stößt auf deutliche Ablehnung bei dem CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Uckermark-Kreischef Jens Koeppen hat die Strategie von CDU-Landeschef Ingo Senftleben für die Landtagswahl kritisiert. Gedankenspiele zur Koalition mit den Linken wirkten „innerparteilich polarisierend und schwächen den notwendigen Zusammenhalt für erfolgreiche Wahlkämpfe”, schrieb Koeppen nach Berichten der „Bild”-Zeitung und der „B.Z.” in einem Brief an das CDU-Präsidium und Senftleben.

Brief im Auftrag des Kreisverbandes Uckermark

Die Partei müsse sich stärker profilieren: „Man weiß nicht, für was unsere Partei auf Landesebene gewählt werden möchte, warum wir den Ministerpräsidenten stellen wollen.” Es sei auch nicht ausreichend, den Spitzenkandidaten erst zehn Wochen vor der Wahl zu nominieren. Das Bundestagsbüro von Koeppen erklärte, der Kreischef habe den Brief im Auftrag des Kreisverbandes Uckermark geschickt und werde ihn weder öffentlich kommentieren noch selbst veröffentlichen.

Parteichef Senftleben hatte bereits früh deutlich gemacht, dass er als Spitzenkandidat der CDU antreten und Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ablösen wolle. Für den Fall, dass die CDU stärkste Partei werde, hatte er Gespräche mit allen anderen Parteien im Landtag angekündigt – auch mit der Linken und der AfD. Mit AfD-Landeschef Andreas Kalbitz wären dies aber keine Gespräche über eine Regierungsbildung, hatte Senftleben erklärt.

Nach der jüngsten Meinungsumfrage aus der vergangenen Woche käme die CDU mit 21 Prozent nur auf den dritten Platz. SPD und AfD dagegen wären mit jeweils 23 Prozent vorne.