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Viele Uckermärker sind arm

Nicht jeder, der Arbeit hat, kann ausschließlich von seinem Gehalt den Lebensunterhalt bestreiten.
             
Nicht jeder, der Arbeit hat, kann ausschließlich von seinem Gehalt den Lebensunterhalt bestreiten.  
Julian Stratenschulte

Während Tausende ihr Gehalt noch immer vom Jobcenter aufstocken lassen müssen, ist immerhin die Arbeitslosenquote seit 2003 deutlich zurückgegangen.

In der Uckermark können Tausende von Beschäftigten ihren Lebensunterhalt nicht allein von ihrem Arbeitseinkommen bestreiten. Im Landkreis mussten sich im Dezember 2012 rund 4800 Beschäftigte ihr Arbeitsentgelt vom Jobcenter aufstocken lassen, wie Sprecher Gabriel Hesse vom brandenburgischen Arbeitsministerium dem Uckermark Kurier unter Berufung auf Zahlen aus dem Landkreis mitteilte. Im Dezember 2010 brauchten allerdings noch etwa 5200 Arbeitende staatliche Zuschüsse.

Positiv ist dagegen, dass die Arbeitslosenquote im Kreis seit 2003 deutlich zurückgegangen ist. War vor zehn Jahren noch jeder Vierte in der Uckermark arbeitslos (25 Prozent), so waren es 2012 nur noch 16,4 Prozent. Für August 2013 vermeldete die Verwaltung gar 14,4 Prozent Arbeitslose, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Durchschnitt übers Jahr gesehen wegen der Wintermonate höher sein dürfte als im August.

Allerdings gilt der Nordosten des Landes immer noch als strukturschwach. Im Landesdurchschnitt sind die Zahlen erheblich besser. Von 2003 bis 2012 ging die Zahl der Arbeitslosen von genau 252 967 auf 136 115 zurück. Die Arbeitslosenquote im Land Brandenburg insgesamt lag 2012 im Jahresdurchschnitt bei 10,2 Prozent, im Jahr 2003 bei 18,8 Prozent.