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Viele Unternehmen wollen Flüchtlinge einstellen

Beate Fernengel ist Präsidentin der IHK Potsdam.
Beate Fernengel ist Präsidentin der IHK Potsdam.
Ralf Hirschberger

Vor allem über Arbeit sollen die Asylsuchenden integriert werden. Doch das ist alles andere als einfach.

Mit Fördermitteln in Höhe von 1,7 Millionen Euro und einer Stabsstelle in der Staatskanzlei soll das „Bündnis für Brandenburg“ zur Integration von Flüchtlingen nun durchstarten. Ziel ist es unter anderem, die Neuankömmlinge schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren und so auch dem Fachkräftemangel zu begegnen. „Es ist ein klares Bekenntnis zu einem weltoffenen und toleranten Brandenburg“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch in Potsdam. „Und wir hoffen natürlich, dass sich internationale Investoren weiterhin für unser Land interessieren.“

Das Bündnis von Unternehmen, Verbänden und Initiativen war im vergangenen November auf Anregung von Woidke gegründet worden. Ziel ist es, die zahlreichen Initiativen im Land für die Flüchtlinge zu bündeln. So hat auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam ein Bündnis gegründet, um Flüchtlinge als Arbeitskräfte oder für die vielen freien Ausbildungsplätze zu gewinnen. „Bei einer Umfrage haben 80 Prozent der Unternehmen in Westbrandenburg erklärt, dass sie gerne Flüchtlinge beschäftigen wollen“, sagte IHK-Präsidentin Beate Fernengel.

Nach Angaben von Sozialministerin Diana Golze (Linke) lebten in Brandenburg im vergangenen Jahr rund 16 000 Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter, darunter etwa 4700 im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Die größte Hürde ist die Sprachbarriere. Daher bietet das auch das Land bis 2017 weiter Deutschkurse für Flüchtlinge an.