Das Kind ertrank im Klempowsee.
Das Kind ertrank im Klempowsee. Michael Brockmöller
Zahlreiche Rettungskräfte, aber auch Freiwillige suchten nach der Vierjährigen.
Zahlreiche Rettungskräfte, aber auch Freiwillige suchten nach der Vierjährigen. Michael Brockmöller
Tragischer Unfall

Vierjährige stirbt nach Familienfeier

Sie war nur wenige Augenblicke unbeaufsichtigt: Ein vierjähriges Mädchen ist in einem See in Brandenburg ertrunken, nachdem es sich von einer Familienfeier entfernt hatte.
Wusterhausen

Ein vierjähriges Mädchen ist Dienstagabend im Klempowsee in Wusterhausen/Dosse ertrunken. Gegen 18.40 Uhr alarmierten die Eltern die Rettungskräfte, weil sie ihre Tochter nicht mehr finden konnten, so die Polizei in einer Mitteilung am Mittwochmorgen. Das Kind wurde rund zwei Stunden später leblos am Grund des Sees unter einem Steg gefunden.

Zahlreiche Freiwillige halfen bei der Suche

Die Rettungsleitstelle löste nach dem Notruf Großalarm aus. „Mehrere Feuerwehreinheiten aus der Umgebung wurden angefordert, ebenso Rettungstaucher aus Rathenow, ein Rettungshubschrauber und die Polizei mit Spürhunden. Insgesamt kamen rund 90 Einsatzkräfte nach neusten Erkenntnissen zum Einsatz”, so ein Sprecher in der Mitteilung. Außerdem waren zwei Hubschrauber sowie Rettungstaucher im Einsatz. Über soziale Netzwerke wurden auch Anwohner auf den Fall aufmerksam. Unzählige Menschen durchkämmten die Gegend um den See. Sie suchten angrenzende Straßen ab und durchstreiften nahegelegene Rapsfelder.

Währenddessen suchten die Einsatzkräfte den See rund um die kleine Gaststätte ab – zunächst erfolglos. Gegen 20.30 Uhr trafen Taucher der Feuerwehr Potsdam am Einsatzort ein. Nur wenige Augenblicke später entdeckte ein Taucher der Wasserwacht den leblosen Körper auf dem Grund des Sees, unweit der Steganlage. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des kleinen Mädchens feststellen.

Vierjährige nur wenige Augenblicke unbeaufsichtigt

Sofort kümmerten sich die Rettungskräfte und Notfallseelsorger um die Eltern und andere Familienmitglieder. Doch auch für die Retter war der Fund ein Schock. Für sie stand ebenfalls ein Seelsorgeteam bereit. Die Polizei riegelte das gesamte Gelände daraufhin vollständig ab. Kriminaltechniker untersuchten den Bereich der Steganlage und befragten Zeugen. Laut Feuerwehr und Polizei war das kleine Mädchen nur wenige Augenblicke unbeaufsichtigt.

 

zur Homepage