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Aktionsbündnis Agrarwende

:

Volksbegehren gegen Massentierhaltung mit positiver Zwischenbilanz

Ein Jahr nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg hat das Aktionsbündnis Agrarwende eine positive Bilanz gezogen.
Ein Jahr nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg hat das Aktionsbündnis Agrarwende eine positive Bilanz gezogen.
Ralf Hirschberger

Jahrelang hat eine Initiative gegen riesige Tiermastanlagen in Brandenburg gekämpft. Nach einem erfolgreichen Volksbegehren vor einem Jahr wurden nun Maßnahmen gestartet - die Initiative sieht erste Erfolge.

Ein Jahr nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg hat das Aktionsbündnis Agrarwende eine positive Bilanz gezogen. "Wir haben dank der Unterstützung von knapp 104.000 Brandenburgern einen Paradigmenwechsel in der Brandenburger Agrarpolitik erreicht", sagte Bündnis-Sprecher Michael Wimmer.

Ziel der Initiative war es, die öffentliche Förderung von Riesenmastanlagen für Rinder, Schweine und Geflügel einzuschränken und mit einem Tierschutzplan für eine artgerechtere Haltung der Tiere zu sorgen. Zudem soll ein Tierschutzbeauftragter über die Einhaltung der Regeln wachen und gegen Missstände in den Ställen vorgehen.

Landesbauernverband und Bauernbund protestieren gegen Forderungen

Die Auftaktveranstaltung für die Aufstellung des Tierschutzplans im Dezember mit 200 Teilnehmern der Initiative, der Behörden und Verbände war auch aus Sicht des Landwirtschaftsministeriums ein Erfolg. "Wichtig war vor allem, dass sich alle Seiten darauf verständigt haben, dass sie den Tierschutzplan wollen", sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade.

Denn zuvor hatte der Landesbauernverband und der für Familienbetriebe zuständige Bauernbund heftig dagegen protestiert, dass der Landtag im Frühjahr die meisten Forderungen der Initiative angenommen hatte. Die Landwirte befürchteten neue Vorschriften und Verbote, die die Produktion und Investitionen in neue Anlagen ausbremsen könnten.