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Wahlhelfer dringend gesucht

Wenn sich in Brandenburg nicht genügend Freiwillige für die Bundestagswahl melden, können Bürger verpflichtet werden.

Ehrenamt Wahlhelfer
dpa

„Gebraucht werden insgesamt bis zu 28 000 Wahlhelfer“, sagte Bettina Cain von der Landeswahlleitung in Potsdam. Schaffen es die Kommunen nicht, so viele Ehrenamtliche in die Wahllokale zu locken, könnten im Notfall Wahlberechtigte mit dem Amt beauftragt werden. Das sei „staatsbürgerschaftliche Pflicht“.

Zum Beispiel könne jemand direkt angesprochen werden, der gerade aus der Wahlkabine komme, wenn ein Wahlhelfer ausgefallen sei. Das komme aber selten vor, meinte Cain. Zunächst konzentrierten sich die Kommunen darauf, ehemalige Wahlhelfer anzuschreiben. „Außerdem müssen die Parteien beim Rekrutieren helfen.“

Mindestens fünf pro Wahllokal

Pro Wahllokal braucht Brandenburg fünf bis neun Ehrenamtliche: einen Wahlvorsteher, einen Stellvertreter und mindestens drei Beisitzer. Bei großen Bezirken sollten es mehr sein. „Wir haben ja auch den mobilen Service, dass Wahlhelfer zum Beispiel für zwei Stunden in ein Altenheim oder in ein Krankenhaus gehen - auch das muss berücksichtigt werden“, sagte Cain.

Die Bundestagswahl ist am 22. September 2013 - gewählt wird in Brandenburg in 3500 Wahlbezirken.