Umfrage

Landtagswahl Brandenburg: Grüne legen zu, AfD verliert

Die aktuelle Sonntagsfrage in Brandenburg zeigt, dass die Wählergunst sehr breit gestreut ist. Das bedeutet für die Parteien die Suche nach Koalitionsmöglichkeiten.
Benjamin Lassiwe Benjamin Lassiwe
In Brandenburg sind mehr als 2,1 Millionen Wahlberechtigte am 1. September aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen.
In Brandenburg sind mehr als 2,1 Millionen Wahlberechtigte am 1. September aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Patrick Pleul
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Potsdam.

Fünf Monate vor der Landtagswahl ist die SPD in Brandenburg weiter stärkste Partei. Nach einer am Dienstag veröffentlichten, vom Rundfunk Berlin-Brandenburg in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap würden die Sozialdemokraten bei einer Wahl am kommenden Sonntag 22 Prozent der Stimmen erhalten.

Die CDU läge mit 20 Prozent knapp dahinter. Beide Parteien würden allerdings gegenüber den Ergebnissen vor fünf Jahren deutlich verlieren. Im Jahr 2014 kam die SPD auf 31,9 Prozent, die CDU landete bei 23 Prozent.

AfD verliert, Grüne legen zu

Gegensätzliche Tendenzen zeigen die AfD und die Grünen: Während die AfD in der Umfrage im September 2018 noch bei 23 Prozent lag, kommt sie nun lediglich auf 19 Prozent. Die Grünen dagegen verbessern sich von sieben Prozent auf jetzt 12 Prozent der Wählerstimmen. Dazwischen liegen als viertstärkste Kraft die Linken, die gegenüber der vorherigen Umfrage im September 2018 einen Prozentpunkt verlieren und 16 Prozent erreichen. Die FDP wäre mit fünf Prozent ebenfalls knapp im Landtag vertreten. Die Vereinigte Bürgerbewegungen (BVB) und die Freien Wähler bewegen sich unterhalb der Messbarkeitsschwelle.

Nur zwei Dreier-Koalitionen möglich

Schwierig dürfte sich nach der neuen Umfrage die Koalitionsbildung gestalten. Eine sogenannte Kenia-Koalition aus SPD, CDU und Grünen hätte 54 Prozent der Stimmen, ein Rot-Rot-Grünes Bündnis käme auf genau 50 Prozent. Alle anderen bekannten Koalitionsoptionen hätten derzeit in Brandenburg keine Mehrheit. Für die Studie wurden 1000 Wahlberechtigte repräsentativ befragt.

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Kommentare (1)

im ursprünglichen Artikel wurden Die Linke als "Drittstärkste" Partei genannt. Nach kurzem Nachrechnen ist nun doch die AfD auf Platz drei. Das wird jedoch nicht so geschrieben, stattdessen packt man das Wort "viertstärkste" raus. Warum schreibt der Nordkurier nicht neutral? Gibt es da etwa auch ein "Framing Manual" beim Nordkurier... Doch dafür wäre sicher nicht so viel Steuergeld übrig ;-) Schade lieber Nordkurier - so wenig Demokratie...